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Gewerkschaft warnt: Droht bei der sächsischen Polizei der „Corona-Kollaps“?

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18:26 18.11.2021
Bei der Polizei in Sachsen droht nach Worten der Deutschen Polizeigewerkschaft ein „Corona-Kollaps“. (Symbolbild)
Bei der Polizei in Sachsen droht nach Worten der Deutschen Polizeigewerkschaft ein „Corona-Kollaps“. (Symbolbild) Quelle: Monika Skolimowska
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Dresden

Bei der Polizei in Sachsen droht nach Worten der Deutschen Polizeigewerkschaft ein „Corona-Kollaps“. Derzeit seien mehr als 400 Beamte mit dem Coronavirus infiziert, insgesamt mehr als 600 stünden nicht für den Dienst zur Verfügung, wie die Gewerkschaft in Sachsen am Donnerstag mitteilte. Beschäftigt sind bei der sächsischen Polizei rund 14 000 Menschen.

Das sächsische Innenministerium stellte klar, dass die Einsatzfähigkeit der Polizei nicht gefährdet ist. Es würden „alle geeigneten und rechtlich zulässigen Maßnahmen ausgenutzt, um das Infektionsgeschehen zu minimieren“. Zahlen zum Krankenstand wurden nicht genannt. Auch in der sächsischen Polizei schlage sich das hohe Infektionsgeschehen in Form von Erkrankungen und Bediensteten, die sich Quarantäne befinden, nieder, hieß es.

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Nach Darstellung der Gewerkschaft hat es der Freistaat versäumt, die nötigen Impfungen für seine Beschäftigten zu beschaffen. Die Impfkampagne hätte gar nicht erst eingestellt oder spätestens im September wieder aufgenommen werden sollen. Eine Booster-Impfung könne für die weitestgehend mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson geimpften Beamten nämlich nicht über den Amtsarzt bezogen werden.

Die Gewerkschaft fordert deshalb die sofortige Beschaffung von ausreichend Impfstoff für die Polizei und mobile Impfteams, die einzelne Dienststellen anfahren. Zudem solle geprüft werden, wer ins Homeoffice wechseln kann, um so auf eine Reserve von gesunden Polizeibeamten zurückgreifen zu können.

„Durch den Polizeiärztlichen Dienst der sächsischen Polizei wurden bis Mitte des Jahres Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson für die Bediensteten angeboten“, teilte das Innenministerium mit. Aufgrund der zuletzt geringen Nachfrage und den vielfältigen anderen Impfmöglichkeiten sei die Impfaktion eingestellt worden. Dies sei in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Polizeiärztlichen Dienstes erfolgt. Derzeit werde eine neue Impfkampagne bei der Polizei vorbereitet, die in der 48. Kalenderwoche beginnen soll. Ziel sei es, den Bediensteten zeitnah Booster-Impfungen anzubieten.

Von RND/dpa