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Polizeiticker Eifersüchtiger Zündler in Dresden wegen versuchten Mordes verurteilt
Region Polizeiticker Eifersüchtiger Zündler in Dresden wegen versuchten Mordes verurteilt
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18:36 09.03.2018
Feuer Quelle: Foto:
Dresden

Wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung hat das Dresdner Landgericht einen 56-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt. Zudem wurde seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

Viktor E. hatte am Abend des 2. April 2017 die Wohnungstür und ein Schuhregal im Hausflur eines Mehrfamilienhaus an der Budapester Straße angezündet. Grund war seine hochgradige Eifersucht. Er glaubte, dass seine fast 25 Jahre jüngere Freundin ein Verhältnis mit einem anderen Mann habe und sich beide in der Wohnung aufhalten. Nachdem er zuvor reichlich Wodka getrunken hatte, fuhr er zu dem Haus, schüttete Benzin an die Tür, das unter dem Türspalt in die Wohnung lief, zündete es an und entfernte sich schnell. Er nahm einfach in Kauf, dass neben seiner Freundin auch weitere Bewohner hätten zu Schaden kommen können.

Verletzt wurde glücklicherweise niemand, die Wohnung war leer und durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte Schlimmeres verhindert werden. Ein Nachbar hatte die Verpuffung gehört, den Brand bemerkt und sofort den Notruf gewählt. Die Wohnung war allerdings nach dem Brand unbewohnbar.

„Ja, ich habe das gemacht. Ich war sauer und wütend. An mehr erinnere ich mich nicht, ich war betrunken“, hatte Viktor E. zum Prozessbeginn erklärt. Während der Verhandlung stellte sich heraus: E. hatte getrunken, aber er wusste, was er tat. Er war Alkohol gewohnt und konnte Unmengen vertragen.

Auch seine Freundin hatte ein Alkoholproblem, beide führten eine äußerst schwierige Beziehung. „Es war eine Hasslieb in schlimmsten Form – Bindeglied war der Alkohol“, charakterisierte Richter Herbert Pröls die Beziehung. „Er war Teufel und Engel zugleich“, sagte die junge Frau. Der Angeklagte zeigte ihr gegenüber ein extremes Dominanzverhalten. Als sie sich von ihm trennen wollte, wurde er immer aggressiver und drohte, sie umzubringen. Am 2. April 2017 wollte er seinen Plan in die Tat umsetzen.

Viktor E. kam 2000 mit seiner damaligen Frau und dem Sohn aus Kasachstan nach Deutschland. Er arbeitete als Kraftfahrer, bis er wegen Sauferei den Job verlor und Straftaten beging. So wurde er 2008 verurteilt, weil er volltrunken Frau und Sohn schwer verletzt hatte.

Von Monika Löffler

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