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Polizeiticker Deutschlandfahnen und Rechtsextreme bei Kundgebung – Etwa 500 bei Friedensgebet
Region Polizeiticker Deutschlandfahnen und Rechtsextreme bei Kundgebung – Etwa 500 bei Friedensgebet
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20:08 28.12.2019
Zahlreiche Teilnehmern einer Kundgebung stehen auf dem Altmarkt in Aue-Bad Schlema. Nach der blutigen Eskalation einer Weihnachtsfeier im Erzgebirge sind Menschen dem Aufruf eines NPD-Funktionärs zu einer Kundgebung gefolgt. Quelle: Bodo Schackow/dpa
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Aue-Bad Schlema

Nach der blutigen Eskalation einer Weihnachtsfeier in Aue-Bad Schlema im Erzgebirge sind zahlreiche Menschen dem Aufruf eines NPD-Funktionärs zu einer Kundgebung gefolgt. Die Polizei sprach unter Berufung auf die Versammlungsbehörde von etwa 2200 Teilnehmern. Nach Schätzung eines dpa-Reporters kamen am Samstagabend auf dem Altmarkt in Aue ungefähr 1000 Menschen zusammen.

Auch Abordnungen der rechten Vereinigung Pro Chemnitz und der rechtsextremen Kleinstpartei Der Dritte Weg waren gekommen. Einige Demonstranten reckten Deutschland-Fahnen in die Höhe. Laut Polizei blieb alles friedlich. 220 Beamte waren demnach im Einsatz.

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Friedensgebet vor der Kundgebung

Vertreter der Kirche, in deren Räumlichkeiten sich die Attacke auf einen ehrenamtlichen Helfer ereignet hatte, hatten sich vorab von der Demonstration distanziert. “Wir verwahren uns dagegen, diese Straftat zum Anlass zu nehmen, alle Fremden als potenzielle Gewalttäter zu betrachten“, hieß es in einer Stellungnahme, die die Gemeinde St. Nicolai im Internet veröffentlicht hatte. Dem verletzten Helfer gehe es inzwischen besser. „Bei einem Besuch betonte er, dass er keinen Hass empfindet und sich weiter ehrenamtlich engagieren wird.“

Unmittelbar vor der Demonstration war die Gemeinde zu einem Friedensgebet zusammengekommen. Daran beteiligten sich laut Polizei mehr als 500 Menschen. Unter anderem sprach sich der Superintendent des Kirchenbezirks, Dieter Bankmann, gegen die politische Vereinnahmung durch rechte Kreise aus. „Wir sind die Betroffenen“, sagte Bankmann. Er finde es schädlich, dass das Engagement vieler Menschen für das Gemeinwohl schlecht gemacht werde.

Angriff bei Weihnachtsfeier

An Heiligabend war bei einer Weihnachtsfeier für Bedürftige ein Streit zwischen Asylbewerbern eskaliert. Ein 51 Jahre alter Deutscher wollte dazwischen gehen und erlitt dabei eine schwere Stichverletzung. Ein 53 Jahre alter syrischer Tatverdächtiger sitzt in U-Haft. Ein NPD-Stadtrat hat nach dem Angriff zu einer Demonstration aufgerufen.

Von dpa/LVZ

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