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Mitteldeutschland Zwei weitere Corona-Patienten aus Italien landen in Leipzig – Ziel ist Chemnitz
Region Mitteldeutschland Zwei weitere Corona-Patienten aus Italien landen in Leipzig – Ziel ist Chemnitz
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18:46 30.03.2020
Überführung von zwei italienische Corona-Patienten aus Bozen mit einem Ambulanzflug der Schweizer Rettungsflugwacht REGA auf den Flughafen Leipzig-Halle. Quelle: Michael Strohmeyer
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Leipzig/Chemnitz

Am Flughafen Leipzig/Halle sind zwei weitere Corona-Patienten aus Italien eingeflogen worden. Wie Flughafensprecher Uwe Schuhart bestätigte, traf die Maschine aus Bozen am Sonntag in den Abendstunden ein. Die beiden Erkrankten wurden ins Klinikum Chemnitz gebracht, wo sie seitdem in Behandlung sind, hieß es aus der Pressestelle des Krankenhauses.

Die sächsische Landesregierung habe am Freitag angefragt, ob das Klinikum Chemnitz Patienten übernehmen könne, hieß es. Die beiden, schwer erkrankten Italiener seien beide über 60 Jahre alt und hätten Vorerkrankungen. „Da wir derzeit die Kapazitäten haben, haben wir sofort unsere Hilfe angeboten“, so Ralf Steinmeier, stellvertretender Ärztlicher Direktor. „Auf diese Weise können wir den italienischen Kollegen helfen. Und zugleich können sich die Teams im ärztlichen und pflegerischen Bereich in diesen sehr speziellen Situationen auf den Umgang mit beatmungspflichtigen Covid-19-Patienten einstellen.“

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In Leipzig gelandete Corona-Patienten werden in Chemnitz behandelt.

Hintergrund: Sachsen hatte sich kürzlich dazu bereit erklärt, mehrere schwerkranke Corona-Patienten aufzunehmen. Jeweils zwei sollten – so die ursprünglichen Pläne – in Coswig, in Dresden und in der Leipziger Uniklinik sowie am hiesigen Herzzentrum behandelt werden. Zwei der acht Patienten kamen nun in Chemnitz unter. „Es ist für uns selbstverständlich, dass wir in einer solch bedrohlichen Situation helfen und Patienten aus Italien aufnehmen“, hatte Gesundheitsministerin Petra Köpping vergangene Woche mitgeteilt. „Unsere Krankenhäuser und Kliniken haben dafür die Kapazitäten und die medizinische Expertise. Auch wenn die Grenzen gerade geschlossen sind und jedes Land für sich kämpft, um die Krise zu bewältigen, denken wir weiter europäisch und helfen, wo wir können.“

Von CN

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