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Mitteldeutschland Diese zehn Dinge nerven die Sachsen auf Festivals am meisten
Region Mitteldeutschland Diese zehn Dinge nerven die Sachsen auf Festivals am meisten
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18:30 21.07.2019
Das Highfield-Festival am Störmthaler See ist eines der beliebtesten Festivals in Sachsen. Quelle: dpa
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Leipzig

Gemeinsam mit tausenden Gleichgesinnten die Lieblingsband erleben und Sonnenuntergänge bewundern, Nächte durchtanzen, Tage ohne Zeitgefühl – für viele Festivalfans gehören diese Erfahrungen zu einem erfüllten Sommer einfach dazu. Da verschwinden Erinnerungen an die banalen Herausforderungen des Festivalalltages schnell. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat gemeinsam mit dem Zahlungsunternehmen Klarna mehr als 1300 junge Menschen in Deutschland gefragt, was ihnen an Festivals am meisten auf die Nerven geht, und die Antworten für einzelne Bundesländer ausgewertet. Hier kommen die Top 10 der nervigsten Festivalstruggles der Sachsen:

1. Zu viel Müll

Über zwei Drittel der Festivalbesucher aus Sachsen finden, dass sich zu schnell zu viel Müll auf den Festivals sammelt: „Mich nervt es, wenn das Gelände nach wenigen Tagen voller Müll ist“ – dieser Aussage stimmten 72 Prozent der befragten Sachsen zu. Sie scheinen für den Umweltschutz ein besonderes Bewusstsein zu haben. Bundesweit gaben in Deutschland nur 58 Prozent der Festivalfans an, sich am Müll zu stören.

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2. Toilettensituation nervt

Saubere Toiletten sind auf Festivals ein rares Gut. Quelle: Andreas Döring

Auf Festivals sind saubere Toiletten ein rares Gut. Was die WCs – in den meisten Fällen sind es Dixi-Klos – betrifft, sind die sächsischen Festivalfans ein bisschen härter im Nehmen als beispielsweise ihre Nachbarn aus Thüringen. In Sachsen gibt nur eine knappe Mehrheit an, von der Toilettensituation genervt zu sein, in Thüringen dagegen sind es 66 Prozent.

3. Wertgegenstände bewachen

Auf Platz 3 der nervigsten Festivalaspekte steht die ständige Sorge um Geldbeutel, Handy und Schlüssel. „Ich muss ständig auf meine Wertgegenstände aufpassen“, dieser Aussage stimmen 44 Prozent der befragten Sachsen zu.

4. Angst vor Sonnenbrand

Die Angst um eine knallrote Nase, den Abdruck des Tanktops an den Schultern und sich abschälende Haut an den Oberschenkeln treibt rund ein Drittel der Befragten (32 %) bei ihren Festivalbesuchen um. Hier liegen die Sachsen im deutschen Durchschnitt (35 %).

5. Regen und Matsch

Beim Nocturnal Culture Night-Festival in Deutzen mussten die Regenschirme herausgeholt werden. Quelle: Thomas Kube

Wenn die Sonne nicht scheint, ist ein anderes Wetter-Phänomen gut, in der Lage dem Festivalpublikum die Laune zu vermiesen: „Regen und Matsch sind ein echter Stimmungskiller“, finden 28 Prozent der Befragten.

6. Schlechte Sicht in der Menge

Vermutlich betrifft das vor allem jene von geringere Körpergröße, die sich im Publikum mit folgendem Problem konfrontiert sehen: „Ich kann aus der Menge heraus die Bands auf der Bühne oft nicht gut sehen“ geben 28 Prozent der befragten Sachsen an.

7. Das Bargeld

„Es ist umständlich, jederzeit mit Bargeld zahlen zu müssen“, findet ein knappes Drittel der Festivalbesucher. Diese Frage ist vermutlich auch die wichtigste Motivation für das Zahlungsunternehmen Klara, die Umfrage unter den jungen Festivalbesuchern zu unterstützen.

8. Genug Wasser trinken

Die Gefahr der Dehydrierung bei durchtanzten Stunden in praller Sonne scheint den meisten Festivalbesuchern bewusst zu sein. 20 Prozent der sächsischen Festival-Fraktion gibt an, sie vergäße immer wieder, regelmäßig Wasser zu trinken. Ein bisschen vernünftiger als der deutsche Durchschnitt sind sie aber doch. Dort liegt die Zahl drei Prozentpunkte höher.

9. Der Lärm, wenn man schlafen will

Laute Musik ist auf jeden Fall Teil der Festivalkultur. Nachts einmal in Ruhe schlafen, möchten die Sachsen dann aber genau wie alle anderen: Wenn es darum geht, fühlen sich 20 Prozent von der lauten Musik gestört.

10. Der Kater

Dieses ausgelassene Partycrew auf dem Think-Festival am Copsudener See denkt vermutlich noch nicht an den Tag danach. Quelle: Kempner

Auf Festivals wird getanzt, geknutscht und oft auch viel zu viel getrunken. Kopfschmerzen nach einer durchfeierten Nacht stecken nicht alle ohne Weiteres weg: „Mich nervt es, wenn ich morgens mit einem Hangover aufwache“ geben 19 Prozent der Befragten an. Immerhin 15 Prozent sind enttäuscht, wenn sie am Ende des Festivals zu erschöpft sind, um noch alle Bands mitzubekommen.

Übrigens: Die sächsischen Festivalbesucher haben offensichtlich einen zuverlässigeren Orientierungssinn als der Rest der Deutschen. Nur sechs Prozent geben an, Probleme dabei zu haben, ihr Zelt nachts wieder zu finden. Bundesweit schlagen sich fast doppelt so viele mit dieser Herausforderung herum.

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Von Anna Flora Schade

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