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Mitteldeutschland Zahl ankommender Flüchtlinge in Sachsen rückläufig
Region Mitteldeutschland Zahl ankommender Flüchtlinge in Sachsen rückläufig
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10:47 26.07.2019
Im dem im vergangenen Sommer eingerichteten Ankerzentrum für Flüchtlinge in Dresden wurden bisher mehr als 2000 Asylsuchende registriert. (Symbolbild) Quelle: dpa
Leipzig

Die sächsischen Behörden haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 3149 neu angekommene Flüchtlinge registriert. Das waren 1405 Menschen weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (4554), wie die Landesdirektion Sachsen mitteilte.

Die meisten Asylsuchenden kamen aus Georgien (329), Venezuela (300), Syrien (269) und dem Irak (201). Dahinter rangieren als Herkunftsländer Russland, Pakistan, Nigeria, Türkei, Afghanistan und Iran. Im ersten Halbjahr 2018 stammten die meisten der neu eingetroffenen Flüchtlinge noch aus Syrien (774), gefolgt von Georgien (440) und Libyen (267). Venezuela nahm damals nur den neunten Platz ein.

Weniger Asylbewerber in Sachsen

Auch die Gesamtzahl der in Sachsen lebenden Asylbewerber ist den Angaben zufolge rückläufig. Ende 2016 lebten in Kommunen und Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes 28 831 Männer, Frauen und Kinder, die Asyl in Deutschland suchten. Zum gleichen Zeitpunkt des Folgejahres waren es 23 917, Ende 2018 dann 23 305. Zum Stichtag 31. Mai lebten in Sachsen insgesamt 23 125 Asylsuchende - Menschen, deren Anträge noch im Verfahren waren, sowie abgelehnte Asylbewerber. Davon hielten sich 1784 in Einrichtungen der Erstaufnahme auf.

Die Zahl der Zugänge in der Erstaufnahme hatte 2015 einen Höchststand erreicht. 2014 waren insgesamt 11 786 Menschen nach Sachsen gekommen, die in Deutschland Schutz suchten. Ein Jahr später waren es rund 69 900 Personen. 2016 kamen noch etwa 14 860 Asylsuchende in den Freistaat, im Jahr darauf 9183 und 2018 dann 8828. Die Zahlen dokumentieren einen starken Rückgang seit 2016.

Mehr als 2000 Asylsuchende im Ankerzentrum registriert

Mehr als 2000 Asylsuchende haben bisher das vor knapp einem Jahr eröffnete, sogenannte Ankerzentrum für Flüchtlinge in Dresden durchlaufen. Nach Angaben der Landesdirektion wurden bis Ende Juni dort 2026 Menschen registriert. Dem Innenministerium zufolge kamen sie aus Georgien, Tunesien, Libyen, Russland, dem Irak, dem Libanon, der Türkei, Vietnam, Iran oder Syrien. Aktuell sind 632 Asylsuchende dort untergebracht.

Der Begriff „Anker“ steht für Ankunft, Entscheidung und Rückführung und beherbergt das BAMF sowie für Asyl zuständigen Länderbehörden. „Das Pilotprojekt Anker in Dresden hat sich aus unserer Sicht bewährt“, sagte ein Ministeriumssprecher. „Positiv fällt dabei nicht nur die enge Verzahnung der Behörden auf, sondern insbesondere auch die erreichte gute Qualität in der Verfahrensbearbeitung.“ Die durchschnittliche Verfahrensdauer für Erstanträge auf Asyl liege aktuell bei zweieinhalb Monaten.

Von RND/dpa

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