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Mitteldeutschland Wie sich die Hitzewelle auf Sachsen auswirkt
Region Mitteldeutschland Wie sich die Hitzewelle auf Sachsen auswirkt
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16:16 25.06.2019
Auch in Dresden werden am Mittwoch wohl neue Rekordwerte erreicht. Quelle: dpa
Leipzig

Mittwoch könnte der bisher heißeste Tag des Jahres werden. Der Deutsche Wetterdienst erwartet in Sachsen Spitzenwerte von bis zu 37 Grad. Damit könnten in einigen Regionen die bisherigen Temperaturrekorde für den Juni geknackt werden. Die Auswirkungen sind vor allem für die Natur spürbar.

Waldbrandgefahr

Wegen der hohen Temperaturen und ausbleibender Niederschläge steigt die Waldbrandgefahr in Sachsen weiter. Laut einer Prognose des Staatsbetriebs Sachsenforst und des Deutschen Wetterdienstes wird am Mittwoch im Landkreis Nordsachsen und im Stadtgebiet Dresden sowie in Teilen der Kreise Leipzig, Meißen, Bautzen und Görlitz mit Stufe 5 die höchste Gefahrenstufe erwartet. Im Rest des Freistaates wird überwiegend mit hoher Gefahr (Stufe 4) gerechnet. Lediglich im Grenzgebiet zu Tschechien bleibt es vereinzelt bei mittlerer Gefahr (Stufe 3). Am Dienstag galt die höchste Stufe zunächst nur in Teilen Nordsachsens.

Tierische Abkühlung

Auch die Tiere in Sachsens Zoos schwitzen. Deswegen bekommen sie Eisbomben zu fressen, wie eine Sprecherin des Tierparks in Leipzig sagte. Die in Wasser eingefrorene Nahrung soll für eine Abkühlung sorgen. Der kleine Elefantenbulle Ben Long sei trotz der Hitze immer wieder im Freien und nehme ab und zu gemeinsam mit seinen Tanten ein Bad. Auch andere Bewohner wie die Nashörner nutzen diese Möglichkeit. Tiere, die vor allem in kühleren Regionen beheimatet sind, ziehen sich hingegen gerne zurück. „Den Schneeleoparden wird man in den Mittagsstunden eher nicht draußen sehen“, sagte eine Sprecherin des Dresdner Zoos.

Freibäder

Die Freibäder erwarten in den kommenden Tagen großen Andrang. In Leipzig kamen seit Mitte Mai etwa 65.000 Gäste. Laut einer Sprecherin der Leipziger Sportbäder sind das mehr als noch im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Momentan besuchen täglich etwa 6000 Gäste die Leipziger Freibäder, hieß es. So viele erwarte der Betrieb auch am Mittwoch. Auch die Dresdner Bäder rechnen mit viel Zulauf. Um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, wird laut Betreibern Personal aus dem Nordbad abgezogen und stattdessen in den Freibädern eingesetzt. Die Schwimmhalle müsse deswegen zwei Monate lang schließen. Nur gebuchte Kurse könnten in dieser Zeit stattfinden, hieß es.

Straßen und Verkehr

Während auf der A9 und der A38 im Süden Sachsen-Anhalts wegen der hohen Temperaturen Tempolimits gelten, sind bisher auf Sachsens Straßen keine Hitzeschäden bekannt. „Dessen ungeachtet sind alle ‎Autobahnmeistereien aufgefordert, bei allen Dienstfahrten gerade in den ‎Nachmittags- und Abendstunden auf sämtliche Veränderungen an der Fahrbahn zu achten“, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Dabei könne es sich etwa um abgeplatzten Beton oder Verschiebungen und Verformungen des Asphalts handeln.

Trinkwasser

Wegen der bevorstehenden Hitze gehen die Zuflüsse der sächsischen Trinkwassertalsperren in den kommenden Tagen langsam zurück. Das habe aber keine Auswirkungen auf die Bereitstellung von Wasser, teilte die Landestalsperrenverwaltung in Pirna mit. Die größte sächsische Trinkwassertalsperre Eibenstock beispielsweise sei noch zu 97 Prozent gefüllt.

von Josephine Heinze/dpa

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