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Mitteldeutschland Weniger Kindswohlgefährdungen in Sachsen
Region Mitteldeutschland Weniger Kindswohlgefährdungen in Sachsen
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20:41 12.11.2019
Die Zahl der Kindswohlgefährdungen in Sachsen ist in 2018 zurückgegangen (Symbolfoto). Quelle: Steffen Schellhorn
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Dresden

In Sachsen sind im vergangenen Jahr rund 2350 Fälle von akuter oder latenter Kindswohlgefährdung registriert worden. Das waren rund 250 Fälle oder knapp zehn Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt in Kamenz am Dienstag mitteilte.

Demnach lagen in 1712 Fällen Anzeichen von Vernachlässigung vor. In 466 Fällen habe es Anzeichen für körperliche oder psychische Misshandlung gegeben, in 78 Fällen Anzeichen für sexuelle Gewalt. Mädchen und Jungen waren laut Landesamt in etwa gleich häufig betroffen, Mehrfachnennungen waren möglich.

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Die Zahl der Prüffälle stiegt

Trotz des Rückgangs an Fällen von akuten Gefährdungen haben die Jugendämter weiterhin viel zu tun: Denn insgesamt hatten sie im Jahr 2018 den Angaben nach in 6115 Fällen eine mögliche Gefährdung des Kindswohles geprüft – und damit 89 Fälle beziehungsweise 1,5 Prozent mehr als noch 2017.

In rund 1400 der Prüffälle (23 Prozent) waren die betroffenen Kinder noch unter drei Jahren alt, 539 davon waren noch im ersten Lebensjahr. Weitere 1147 Kinder waren demnach zwischen drei und fünf Jahre alt, 1475 waren zwischen sechs und neun, 1259 zehn bis 13 und 834 Jugendliche 14 bis 17 Jahre alt.

Von RND/dpa