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Mitteldeutschland Weniger Besucher in sächsischen Gedenkstätten wegen Corona
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Weniger Besucher in sächsischen Gedenkstätten wegen Corona

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13:29 24.01.2021
Der Gedenkraum in der Gedenkstätte Sonnenstein in Pirna. In der nationalsozialistischen Euthanasie-Anstalt wurden in den Jahren 1940 bis 1941 etwa 15.000 vorwiegend psychisch Kranke und geistig behinderte Menschen ermordet.
Der Gedenkraum in der Gedenkstätte Sonnenstein in Pirna. In der nationalsozialistischen Euthanasie-Anstalt wurden in den Jahren 1940 bis 1941 etwa 15.000 vorwiegend psychisch Kranke und geistig behinderte Menschen ermordet. Quelle: dpa/Arno Burgi
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Dresden

Die fünf sächsischen Gedenkstätten mit NS-Bezug haben im Corona-Jahr 2020 einen deutlichen Besucherrückgang verzeichnet. Wegen pandemiebedingter Schließungen sei die Zahl der Besucher von knapp 140.000 auf knapp 89.000 Gäste gefallen, teilte die Stiftung Sächsische Gedenkstätten auf Anfrage dem Evangelischen Pressedienst (epd) mit. In der Gedenkstätte Bautzen verringerte sich die Zahl von fast 94.000 Besuchern (2019) auf rund 66.000 (2020), in Pirna-Sonnenstein waren es rund 8.500 Gäste statt fast 16.000 im Jahr 2019.

Inlandstourismus belebt das Geschäft

Auch ins Dokumentations- und Informationszentrum Torgau, in die Gedenkstätte Münchner Platz Dresden und in die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain kamen weniger Menschen. Dagegen war in den Vorjahren die Zahl der Besucherinnen und Besucher kontinuierlich gewachsen.

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Trotz der Einbrüche in den absoluten Zahlen sei ein anhaltendes Interesse festgestellt worden, hieß es. Zurückzuführen sei dies auf einen verstärkten Inlandstourismus im Sommer 2020. In den Einrichtungen in Bautzen und Pirna-Sonnenstein seien täglich Führungen angeboten worden, die laut Stiftung teilweise ausgebucht waren.

Die Stiftung betreibt keine eigene Gedenkstätte mit ausschließlichem Bezug zur NS-Zeit. Fünf Einrichtungen verfügen aber über historische Orte der Verfolgung während des Nationalsozialismus, manche sind darüber hinaus auch ehemalige Verfolgungsorte während der sowjetischen Besatzungszeit und der SED-Diktatur.

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Die sächsischen Gedenkstätten waren zunächst zwischen dem 14. März und 5. Mai 2020 coronabedingt geschlossen sowie nach einer Öffnung im Sommer und Herbst vom 2. November an bis jetzt.

Von epd