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Mitteldeutschland Warum Menschen in Quarantäne keinen Müll mehr trennen sollen
Region Mitteldeutschland Warum Menschen in Quarantäne keinen Müll mehr trennen sollen
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22:54 01.04.2020
Der Quarantäne-Müll soll komplett in der Restabfall-Tonne entsorgt werden. Quelle: Kempner
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Dresden/Leipzig

Wer wegen Corona in häuslicher Isolation lebt, muss es mit der Mülltrennung ab sofort nicht mehr so genau nehmen. Um Ansteckungen mit dem Virus zu vermeiden, soll während der Quarantäne entstehender Abfall ab sofort komplett über den Restmüll entsorgt werden. Das teilte das sächsische Umweltamt am Mittwoch mit. „Damit schützen wir die Müllwerker, aber auch Nachbarinnen und Nachbarn, Hausmeisterinnen und -meister“, erklärte Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Grüne).

Papier und Glas sollen aufbewahrt werden

Die Regelung gilt für alle Haushalte, in denen mit dem Coronavirus infizierte Personen leben oder in denen es begründete Verdachtsfälle von Covid-19 gibt. Verpackungsabfälle (gelber Sack) und Biomüll sollen für die Dauer der Quarantäne über die Restmülltonne entsorgt werden. Nicht in den Restmüll gehören jedoch weiterhin Altpapier, Altglas, Elektroschrott und Batterien. Diese müssten gegebenenfalls aufbewahrt werden, bis sie wieder entsorgt werden können.

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Nicht lose in die Tonne werfen

Wichtig sei es, dass der Restmüll in stabilen, möglichst reißfesten Abfallsäcken entsorgt und einzelne Bestandteile wie Taschentücher nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden. Die Säcke müssten fest verschlossen, spitze und scharfe Gegenstände in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt werden. Müllsäcke sollten möglichst sicher verstaut werden, so dass vermieden wird, dass zum Beispiel Tiere Müllsäcke aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen oder dadurch Abfall verteilt wird, rät das Ministerium.

Alle, die nicht von Corona betroffen sind, sollten weiterhin ihren Müll getrennt entsorgen, betonte Günther.

Corona-Liveticker: Die aktuelle Lage in Leipzig und Sachsen

Von nöß

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