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Mitteldeutschland Von Leipzig nach Olympia: Neues Zentrum für angehende Spitzenathleten
Region Mitteldeutschland Von Leipzig nach Olympia: Neues Zentrum für angehende Spitzenathleten
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22:06 23.09.2019
Durch den Strömungskanal des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft in Leipzig haben sich schon Olympiasieger und Weltmeister gekrault. Quelle: Andreas Döring
Leipzig

Großer Erfolg für Leipzig: Die Stadt hat laut LVZ-Informationen den Zuschlag für das Nachwuchsleistungszentrum der 16 Bundesländer bekommen. Hier sollen künftig die angehenden Spitzenathleten für Olympische Spiele und Paralympics fit gemacht werden.

Die neue Talenteschmiede wird am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) angesiedelt sein. Dafür haben die Bundesländer insgesamt 1,5 Millionen Euro pro Jahr und für einen unbefristeten Zeitraum zugesagt. Der Start ist für Anfang 2020 vorgesehen.

Im Nachwuchsbereich länderübergreifende Projekte und dafür wird das IAT aufgestockt

„Die Länder verfolgen gemeinsam das Ziel, durch die Forschung im Bereich des Nachwuchsleistungssports und die Überführung der gewonnenen Ergebnisse in die Sportpraxis die internationale Chancengleichheit deutscher Sportlerinnen und Sportler zu gewährleisten“, heißt es in einer Vereinbarung der Bundesländer, die der LVZ vorliegt und am Dienstag offiziell in Dresden präsentiert werden soll.

Geplant ist unter anderem, dass das IAT im Nachwuchsbereich länderübergreifende Projekte durchführt und dafür aufgestockt wird. Insgesamt soll die Sichtung und Förderung im Nachwuchsbereich deutlich verbessert werden, heißt es. Die nun vorliegende Vereinbarung geht maßgeblich auf Sachsen zurück, da der Freistaat innerhalb der bundesweiten Sportministerkonferenz den Vorsitz im Bereich Leistungssport innehat.

Hintergrund ist die Neustrukturierung des deutschen Leistungssports und der Spitzenförderung

Hintergrund ist die vor knapp einem Jahr beschlossene Neustrukturierung des deutschen Leistungssports und der Spitzensportförderung – um bei internationalen Wettkämpfen noch erfolgreicher abzuschneiden. Die deutschen Athleten hatten bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro 42 Medaillen gewonnen und sich damit Platz fünf in der Nationenwertung gesichert. Bei den Winterspielen 2018 war es 31 Mal Edelmetall, was insgesamt den zweiten Rang bedeutete.

Enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten

Das IAT ist bereits das einzige zentrale Forschungsinstitut des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports. Es ging aus dem Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport (FKS) der DDR hervor. Aktuell unterstützt das IAT mit seinen 120 Mitarbeitern rund 1000 Sportler und deren Trainer in 19 Sommer- und sechs Wintersportarten.

Für die Betreuung des Nachwuchses wird das IAT künftig noch intensiver mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zusammenarbeiten. Das FES ist für neue, leistungsstarke Sportgeräte zuständig, so werden etwa Hightech-Bobs entwickelt.

Viele Spitzensportler verlassen sich auf Expertise der IAT-Profis in Leipzig

Auf die Dienste des Leipziger IAT greifen deutsche Spitzenathleten schon seit geraumer Zeit zurück. So gehörten die Schwimmer Franziska van Almsick, Britta Steffen und Paul Biedermann zu den Stammgästen – an deren Erfolge soll mit dem Nachwuchszentrum angeknüpft werden. Erklärtes Ziel ist es, dass mehr Sportler in die Weltklasse geführt werden.

In jüngerer Vergangenheit hatten sich unter anderem die Ski-Adler um Andreas Wellinger und Carina Vogt sowie die Weltklasse-Kombinierer mit Eric Frenzel das Know-how für ihre Medaillen auch in Leipzig geholt. Aktuell vertraut ebenso die Speerwurf-Elite um Thomas Röhler, die weltweit Maßstäbe setzt, auf die Expertisen der IAT-Profis.

Von Andreas Debski

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