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Mitteldeutschland In diesen zwei Stunden passieren in Sachsen am häufigsten tödliche Unfälle
Region Mitteldeutschland In diesen zwei Stunden passieren in Sachsen am häufigsten tödliche Unfälle
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18:03 05.09.2019
Ein Krankenwagen auf dem Weg zum nächsten Einsatzort. (Archivfoto) Quelle: Marcel Kusch/dpa
Dresden

84 Menschen haben im ersten Halbjahr 2019 bei Verkehrsunfällen auf den sächsischen Straßen ihr Leben verloren. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. Im Vergleich zum Vorjahr sind das zwar fünf Todesfälle weniger, von Entwarnung kann aber keine Rede sein. Die meisten der tödlichen Unglücke ereigneten sich zuletzt im Landkreis Nordsachsen: Allein zehn Menschen starben im dortigen Straßenverkehr seit Jahresbeginn, gefolgt vom Kreis Bautzen und dem Vogtlandkreis mit jeweils neun Todesopfern.

Zahl der getöteten Fußgänger steigt

Aus einem Großteil der Zusammenstöße resultieren zwar nur Blechschäden, nicht selten trifft es aber zum Beispiel auch Fußgänger und Fahrradfahrer – mit oftmals schwerwiegenden Folgen. Bei den insgesamt gut 6300 Unfällen mit Personenschaden im ersten Halbjahr wurden 19 Menschen, die ohne Fahrzeug unterwegs waren, überfahren und starben an den Verletzungen. Das ist ein trauriges Plus von 16 Prozent gegenüber 2018. Etwa die Hälfte der getöteten Fußgänger waren Senioren, zwei waren noch Kinder.

Neben den 19 Fußgänger starben auch zwölf Motorradfahrer und 14 Radfahrer nach Unachtsamkeit oder schwerwiegendem Fehlverhalten im Straßenverkehr. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 gingen diese Zahlen etwas zurück, auch die Menge der Schwerverletzten auf Sachsens Straßen verringerte sich leicht um 7,4 Prozent.

Nordsachsens Straßen besonders gefährlich

Regional gesehen ereigneten sich die meisten Unfälle, inklusive derer nur mit Blechschaden, von zuletzt in der Stadt Dresden (7187). Dabei wurden 186 Menschen schwer verletzt, fünf starben. In Leipzig krachte es im selben Zeitraum 6715 Mal, mit sechs Todesfällen und 179 schwer verletzten Verkehrsteilnehmern. Bei den Landkreisen ist der Erzgebirgskreis am häufigsten betroffen (4342 Unfälle), am seltensten dagegen Nordsachsen (2639).

Wenn es in der nördlichsten Region des Freistaates kracht, dann aber überdurchschnittlich häufig besonders schwer. Blickt man auf die Fallzahlen sind die Straßen in Nordsachsen sogar weitaus gefährlicher als die in den anderen Kreisen. Bei jedem 264. Unfall im Landkreis starb ein Mensch, in Leipzig forderte „nur“ jeder 1119. Zusammenstoß ein Todesopfer, in Dresden jeder 1437. Unfall. Auch in den anderen Landkreisen war die Quote weniger dramatisch als in Nordsachsen.

Mit Blick auf die Wochentage passieren Unfälle mit Personenschaden übrigens statistisch gesehen am häufigsten an Donnerstagen und Freitagen. Die Zeit zwischen 14 und 16 Uhr ist dabei theoretisch am lebensgefährlichsten: Jeder vierte Unfall mit Todesfolge ereignete sich im ersten Halbjahr in diesem Zeitraum.

Wenig überraschend: Die meisten Unfälle unter Alkoholeinfluss passieren an Samstagen und Sonntagen – je später der Abend, um so häufiger. Im ersten Halbjahr 2019 kosteten solche Trunkenheitsfahrten drei Menschen ihr Leben, 155 weitere Personen wurden schwer verletzt.

Von Matthias Puppe

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