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Mitteldeutschland Verkehrsclub will neue IC-Linie von Dresden bis nach Chemnitz verlängern
Region Mitteldeutschland Verkehrsclub will neue IC-Linie von Dresden bis nach Chemnitz verlängern
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15:41 21.02.2020
Die neuen Züge kommen ab Anfang März auf der Verbindung zwischen Dresden und Rostock zum Einsatz. Geht es nach dem Willen der VCD-Mitglieder, könnten die Triebwagen sogar bis nach Chemnitz weiterfahren. Quelle: Archiv/Sebastian Kositz
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Dresden

Der Landesverband Elbe-Saale des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) hat eine deutliche Verbesserung des Fernverkehrsangebots in Sachsen angemahnt – und dabei unter anderem die Forderung für eine IC-Verbindung von Dresden über Freiberg nach Chemnitz aufgemacht. Der Verband lobt die neue IC-Verbindung von der Landeshauptstadt nach Rostock, sieht darin aber noch Potenzial, um noch mehr Orte in Mittelsachsen an das Fernbahnnetz zu bekommen.

Den ländlichen Raum anbinden

Die Inbetriebnahme der Verbindung an die Küste im Dezember und der Ausbau des Taktes durch den Einsatz neuer Züge ab Anfang März sei ein „wichtiges Signal für die Region“, da so auch weitere Ziele im ländlichen Raum wie Elsterwerda und Doberlug-Kirchhain profitieren. Das reiche allerdings nicht aus. Gerade in Mittel- und Westsachsen gebe es laut VCD noch enorme Defizite. „Diese Lücken kann kurzfristig oder mittelfristig die neue IC-Linie füllen“, sind die Mitglieder der Dresdner Ortsgruppe des Verkehrsclubs Deutschland überzeugt.

Der VCD bringt gleich zwei Szenarien für eine Erweiterung des Angebots ins Spiel. So sei eine Verlängerung der IC-Linie von Dresden nach Chemnitz ohne größere Infrastrukturmaßnahmen machbar, heißt es in einer Mitteilung des VCD. Mit den neuen Triebfahrzeugen der Linie, welche die Bahn im Sommer von der Westbahn in Österreich aus zweiter Hand gekauft hatte und die ab März auf der Linie zum Einsatz kommen, sei der nötige Fahrtrichtungswechsel am Dresdner Hauptbahnhof problemlos möglich.

So sehen die neuen IC aus

Die Strecke von Dresden nach Chemnitz sei außerdem elektrifiziert. Auch mit einem Halt in Freiberg würde der Zug weniger als eine Stunde nach Chemnitz benötigen. „Die Fahrtzeit könnte man sogar noch dahingehend optimieren, wenn statt in Dresden Hauptbahnhof in Dresden-Mitte gehalten wird und man ohne Halt am Hauptbahnhof direkt nach Chemnitz weiterfährt“, sagt Richard Emmermacher von der Dresdner VCD-Ortsgruppe.

Die andere Option sieht derweil ei­ne sogenannte Flügelung der IC-Triebwagen in Elsterwerda vor. Die vierteiligen Doppelstock-Garnituren ließen sich problemlos aneinander- und entkuppeln. Der Verkehrsclub schlägt daher vor, die Züge in Elsterwerda zu trennen und den ei­nen Teil nach Dresden, den anderen aber über Riesa und Döbeln nach Chemnitz zu schicken. In der Ge­genrichtung könnten die Züge in El­sterwerda wieder vereint werden und im Doppelpack über Berlin an die Ostseeküste rollen.

Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass die Deutsche Bahn auch zwei Züge pro Verbindung einsetzt – was so bisher nicht vorgesehen ist. Und: In Elsterwerda müsste für das Entkuppeln die entsprechende Signaltechnik installiert werden. Das sei aber kein großer Eingriff, erklärt Richard Emmermacher, der selbst im Bahnbereich arbeitet.

Obendrein fordert der VCD auch noch die Freigabe des IC zwischen Dresden und Elsterwerda für die Nahverkehrstickets des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) – so wie es bereits auf der Strecke zwischen Dresden und Riesa praktiziert wird. Gemeinhin gilt im Intercity der Fernverkehrtarif der Bahn. „Wenn ich in Elsterwerda mit meiner VVO- Monatskarte in den IC steigen kann, in 35 Minuten in Dresden-Neustadt bin und in Dresden auch noch die Straßenbahn nutzen kann, wird ein richtig gutes Angebot daraus. Und das spricht die Leute auch an“, erklärt Richard Emmermacher.

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Von Sebastian Kositz

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