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Mitteldeutschland Urlauber aus Corona-Hotspots brauchen Negativ-Test in Sachsen
Region Mitteldeutschland

Urlauber aus Corona-Hotspots brauchen Negativ-Test in Sachsen

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19:45 26.06.2020
Reisende aus Corona-Hotspots brauchen in Sachsen nun einen Negativ-Test (Symbolbild). Quelle: Marijan Murat/dpa
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Leipzig

Ab Samstag müssen Touristen aus Corona-Hotspots einen negativen Corona-Test nachweisen, wenn sie in einer sächsischen Unterkunft beherbergt werden wollen. Das sieht die neue Sächsische Corona-Schutzverordnung vor, die ab Samstag in Kraft tritt.

Touristen dürfen „in einer Beherbergungsstätte oder einem Beherbergungsbetrieb nur dann untergebracht werden, wenn sie über ein ärztliches Zeugnis verfügen, welches bestätigt, dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorhanden sind“, heißt es in dem neuen Absatz. Der Test darf dabei nicht älter als 48 Stunden sein. Die neue Verordnung gilt vorerst bis einschließlich 17. Juli 2020.

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Als Corona-Hotspot gelten Landkreise und Städte, wenn dort mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in 7 Tagen aufgetreten sind. Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko werden durch das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt festgelegt und auf der Internetseite www.coronavirus.sachsen.de bekanntgegeben. Nach dem Corona-Ausbruch in einem Werk des Fleischfabrikanten Tönnies gelten aktuell die Kreise Gütersloh und Warendorf in Nordrhein-Westfalen als Hotspots.

Gesundheitsministerin Petra Köpping hatte dieses Vorhaben am Donnerstag angekündigt. Auch Sachsen-Anhalt beschloss das Beherbergungsverbot am Freitag.

Die neue Regelung soll nun bundesweit verankert werden. Das geht aus einem Beschluss des Chefs des Bundeskanzleramtes und der Leiter der Staats- und Senatskanzleien der Länder vom Freitag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das benötigte ärztliche Zeugnis „muss sich auf eine molekularbiologische Testung stützen, die höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden ist“.

Von lvz

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