Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Unwetter in Sachsen – Warnung für Neiße und Spree
Region Mitteldeutschland

Unwetter in Sachsen – Warnung für Neiße und Spree

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:11 17.07.2021
Das Wochenende könnte in Sachsen ungemütlich und von Unwettern geprägt werden. (Symbolbild)
Das Wochenende könnte in Sachsen ungemütlich und von Unwettern geprägt werden. (Symbolbild) Quelle: Sebastian Kahnert
Anzeige
Dresden

Das Landeshochwasserzentrum hat vor einem Anschwellen von Bächen und Flüssen im Gebiet der Lausitzer Neiße und der Spree gewarnt. Lokal sei mit Alarmstufe 2 an Pegeln zu rechnen, teilte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie mit. Grund sind erwartete Unwetter, die am Samstagnachmittag gebietsweise Regen von 40 bis 60 Litern pro Quadratmeter bringen könnten; punktuell seien bis zu 80 Liter und damit extremes Unwetter möglich, hieß es. „Mit dem Aufleben der Gewittertätigkeit und Starkregen ist in den Gebieten mit bereits erhöhter Bodenfeuchte insbesondere in den kleineren Fließgewässern mit einem sehr schnellen Anstieg der Wasserführung zu rechnen.“

Hier gilt die Warnung

Wasserstände steigen

Bereits am Samstagmorgen hatte heftiger Regen die Wasserstände vieler Flüsse in Sachsen steigen lassen. „Heute früh sind örtlich Starkregen bis 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb kurzer Zeit gefallen“, teilte die Behörde mit. Auswirkungen hatte das etwa auf die Nebenflüsse der Oberen Elbe und das Gebiet der Schwarzen Elster in Ostsachsen. So wurde an der Wesenitz in Bischofswerda kurzzeitig die Schwelle zur Hochwasserwarnstufe 1 erreicht. Eine solche Warnmeldung wurde auch für das Klosterwasser in Panschwitz (Landkreis Bautzen) ausgegeben.

Den Angaben nach stehen in den Talsperren und Speichern in Sachsen die Hochwasserrückhalteräume fast vollständig zur Verfügung.

Keller in Ostsachsen laufen voll

Die ersten Unwetter haben am Nachmittag bereits Ostsachsen getroffen. Starkregen hat dort Straßen und Keller unter Wasser gesetzt. Verletzt wurde vorerst niemand, wie die Regionalleitstelle auf Anfrage mitteilte. Bisher habe es 40 Einsätze im Landkreis Görlitz und 76 im Landkreis Bautzen gegeben, sagte ein Sprecher am späten Nachmittag. Allerdings dauere der Regen in einigen Regionen an und sei mit weiteren Notrufen zu rechnen. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor schweren Gewittern der Stufe 3 von 4 in der Region gewarnt. Die Menschen waren aufgerufen, Fenster und Türen zu schließen und sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten.

Auch in anderen Landkreisen galten am Nachmittag Unwetterwarnungen, allerdings der Stufe 2. Betroffen waren die Regionen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.

Von RND/dpa