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Mitteldeutschland Unter deutschen Uni-Rektoren ist kein einziger Ostdeutscher
Region Mitteldeutschland Unter deutschen Uni-Rektoren ist kein einziger Ostdeutscher
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19:00 07.02.2019
Die Rektorenkette der Universität Leipzig: Seit 2011 steht mit Beate Schücking erstmals eine Frau an der Spitze der Hochschule. Sie wurde in Kassel geboren. Quelle: Christian Modla
Leipzig/Gütersloh

Der typische Leiter einer deutschen Universität ist männlich, 59 Jahre alt – und kommt nicht aus Ostdeutschland. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) am Donnerstag in Gütersloh veröffentlicht hat. Für das Ergebnis hat die Autorin Isabel Rößler die im Internet veröffentlichten Lebensläufe des Top-Führungspersonals aller 81 öffentlich-rechtlichen Universitäten ausgewertet. Dabei zeigt das Ergebnis ein starkes regionales Gefälle.

95 Prozent der Uni-Chefs kommen aus Deutschland, vier geben einen Geburtsort im Ausland an. Dagegen stammt rund ein Drittel aus Nordrhein-Westfalen. Keine der Führungskräfte wurde in Ostdeutschland geboren. Auch alle zehn Universitäten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen setzen auf Führungspersonal, das in Westdeutschland geboren wurde. Drei der Rektoren kommen aus Niedersachsen, jeweils zwei aus Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Mitteldeutsche Uni-Rektoren und ihre Herkunft

Uni Leipzig: Beate Schücking, geb. 1956 in Kassel (Hessen)

TU Dresden: Hans Müller-Steinhagen, geb. 1954 in Karlsruhe (Baden-Württemberg)

TU Chemnitz: Gerd Strohmeier, geb. 1975 in Simbach am Inn (Bayern)

TU Bergakademie Freiberg: Klaus-Dieter Barbknecht, geb. 1958 in Cornberg (Hessen)

Uni Magdeburg: Jens Strackeljan, geb. 1962 in Wilhelmshaven (Niedersachsen)

Uni Halle-Wittenberg: Christian Tietje, geb. 1967 in Walsrode (Niedersachsen)

Uni Erfurt: Walter Bauer-Wabnegg, geb. 1954 in Straubing (Bayern)

Uni Jena: Walter Rosenthal, geb. 1954 in Siegen (Nordrhein-Westfalen)

Bauhaus-Universität Weimar: Winfried Speitkamp, geb. 1958 in Düsseldorf (NRW)

TU Ilmenau: Peter Scharff, geb. 1957 in Braunlage (Niedersachsen)

„Es ist nur eine Momentaufnahme – aber 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist eine Universitätslandschaft ohne Top-Führungskräfte mit ostdeutschen Wurzeln schon bemerkenswert“, urteilt CHE-Geschäftsführer Frank Ziegele. „Bei den studentischen Bildungsbiografien ist die Vielfalt auf dem Campus angekommen, warum nicht auch mehr Vielfalt in den Führungspositionen?“, sagt Ziegele.

Auch bei den Geschlechtern gibt es ein einseitiges Bild. 75 Prozent der Universitäten werden von Männern geleitet. Einzige Ausnahme in Mitteldeutschland ist die Rektorin der Uni Leipzig, Beate Schücking, die bereits seit 2011 im Amt ist. Vor dem Jahr 2018 sah die Statistik aus Sicht der Frauen noch schlechter aus. Denn im vergangenen Jahr ist jede vierte derzeit amtierende Unipräsidentin oder -Rektorin neu ins Amt gekommen.

Positiv sieht Autorin Rößler die Ausbildungswege der Führungskräfte. Nicht nur Juristen seien unter den Topleuten, sondern auch Sportwissenschaftler und ehemalige Lehramtsstudenten.

Von LVZ/nöß

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