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Mitteldeutschland Was halten Sie von der Ferienregelung in Sachsen?
Region Mitteldeutschland

Umfrage zu Corona-Regeln in Sachsen: Was halten Sie von der Ferienregelung?

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15:39 06.01.2021
Tagestouristen gehen mit einem Schlitten. Quelle: Matthias Bein/dpa
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Dresden

Die Schulen in Dresden bleiben noch bis 18. Januar geschlossen. Dann kehren zunächst die Abschlussklassen an Oberschulen und Gymnasien sowie beruflichen Gymnasien an die Schulen zurück. Das hat Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) verkündet.

In geteilten Klassen können sich dann die Schüler der Klassenstufe 9 im Hauptschulbildungsgang und der Klassenstufe 10 im Realschulbildungsgang auf ihren Abschluss an der Oberschule vorbereiten. In dieser Form ist auch Unterricht für die Schüler der Abschlussjahrgänge der Fachoberschulen, Gymnasien (Klassenstufe 11 und 12) und beruflichen Gymnasien (Klassenstufe 12 und 13) möglich.

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Generelle Schulöffnung erst am 8. Februar

Am 8. Februar soll dann für alle Schulen und die Kindertagesbetreuung der eingeschränkte Regelbetrieb beginnen. In Grund- und Förderschule sowie dem Hort wird mit festen Gruppen beziehungsweise Klassen gearbeitet. An allen weiterführenden Schulen finden Wechselmodelle zwischen Präsenzunterricht und häuslicher Lernzeit statt.

Solche Regelungen sind bereits aus dem Frühjahr bekannt. Der Freistaat hat jedoch noch weitergehende Regelungen beschlossen. Die Winterferien, die eigentlich vom 6. bis 21. Februar in Sachsen geplant waren, sollen aufgeteilt werden. Eine Woche wird in die Zeit vom 30. Januar bis 6. Februar gelegt. Die zweite Woche verknüpft der Freistaat mit den Osterferien, diese beginnen nun bereits am 27. März und gehen wie ursprünglich geplant bis 11. April.

Streichung einer Ferienwoche abgewendet

Zunächst war sogar davon die Rede, die Ferien bis Ende März ganz wegfallen zu lassen. Eine Horrorvorstellung für Eltern. Bei der bis tief in die Nacht zu Mittwoch laufenden Beratung der Staatsregierung kam es schließlich zur Aufteilung der Ferienzeit – nicht zuletzt mit Blick auf die enorme Belastung, die eine lange Zeit ganz ohne Ferien mit sich gebracht hätte.

Nach den Angaben von Kultusminister Piwarz war der Staatsregierung wichtig, damit Schülern und Lehrern ein kurze „Verschnaufpause“ nach der Phase der häuslichen Lernzeit zu schaffen. Nach sieben Wochen Unterricht gebe es dann zwei Ferienwochen über Ostern. Aus pädagogischen Gründen sei die Ferienwoche im Februar nicht in die Zeit der bislang geplanten Ferien gelegt worden. „Dann wäre der Unterricht nach kurzer Zeit wieder unterbrochen worden“, sagte Piwarz zur Begründung.

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Für den Start der Abschlussklassen wird nach den Angaben des Ministers derzeit daran gearbeitet, allen Schülern und Lehrkräften freiwillige Schnelltests durch professionelle Testteams anzubieten. Dafür soll es landesweit 100 Standorte geben. Genauere Informationen zu Standorten in Dresden und der Region liegen noch nicht vor.

Testungen vor Schulstart in Vorbereitungen

Beim Start der übrigen Klassenstufen sollen begleitende Testungen für Schüler ab Klassenstufe 7 und alle weiteren Lehrkräfte abgesichert werden. Für die Testungen fehlte jedoch noch die Zustimmung des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags. Der Antrag sei gestellt. Wenn sich möglichst viele an den Tests beteiligen, könnten Ansteckungen und Quarantäne vermieden werden und ein reibungsloser Start gelingen.

Bis Ende kommender Woche soll der Anpassungsbedarf bei Lehrplaninhalten und Abschlussprüfungen abgestimmt werden. „Wir wollen damit den Druck auf alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer reduzieren“, erklärte Piwarz in einem Schreiben an alle Schulleiter.

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Von Ingolf Pleil