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Mitteldeutschland US-Militärmaschine muss in Leipzig notlanden
Region Mitteldeutschland US-Militärmaschine muss in Leipzig notlanden
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16:09 20.02.2019
So flog die Maschine nach Leipzig. Quelle: Martin Wachtelborn
Leipzig

Ein Transporter der US-Army musste am Mittag auf dem Flughafen Leipzig/Halle notlanden. Ein Leipziger „Planespotter“ (“Flugzeug-Beobachter“) hatte zuvor die LVZ informiert, nachdem er in seiner App ungewöhnliche Flugmanöver registriert hatte. Die Maschine zog zwischen Grimma, Döbeln und Altenburg immer wieder ihre Kreise und ließ dabei offenbar auch überflüssiges Kerosin ab. Wie Sandra Teleki von der Deutschen Flugsicherung (DFS) gegenüber der LVZ sagte, sei es Aufgabe ihrer Behörde, betroffene Maschinen dann in möglichst wenig frequentierte Flugzonen zu lotsen.

Feuerwehr rückte aus

Das Flugzeug der US-amerikanischen Fluggesellschaft Atlas Air war 9.33 Uhr in Nürnberg gestartet und sollte ursprünglich in Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire landen, so Christian Albrecht, Sprecher des Flughafens Nürnberg. In Höhe des hessischen Marburgs änderte sie dann abrupt ihren Kurs in Richtung Leipzig. Atlas Air gilt in der Branche als Fluggesellschaft, die ihre Maschinen neben dem US-Militär unter anderem auch an Frachttransporteure wie DHL verleast. Das Flugzeug ist ein Jumbo-Jet, Boeing 747-400, mutmaßlich in der Passagiervariante und wurde 1992 gebaut.

Die stellvertretende Flughafensprecherin des Airports Leipzig/Halle, Evelyn Schuster teilte mit, es habe keine Komplikationen bei der Notlandung von Flugnummer GTI8591 gegeben. Die Feuerwehr des Airports sei – wie in solchen Fällen üblich – zur Sicherung ausgerückt, musste aber nicht eingreifen. „Das Flugzeug musste aus technischen Gründen gegen 11.20 Uhr landen“, bilanzierte Schuster. „Das war ein ganz normaler Vorgang, wie er eben an Flughäfen stattfindet.“ Ein Techniker an Bord löste des Problem nach wenigen Stunden und die Boeing 747 konnte um 14.33 Uhr am Nachmittag wieder starten, so die Sprecherin.

Atlas Air fliegt auch für Lufthansa

Die Flotte der Atlas Air besteht laut Internetquellen aus 83 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren. Ihren Sitz hat die amerikanische Charterfluggesellschaft in Purchase (New York). Sie betreibt einen weltweiten Leasing- und Charterbetrieb. Zu den Kunden gehören danach unter anderem Air New Zealand, British Airways, Emirates, Lufthansa, Fedex und Qantas Airways.

Wikipedia listet unter der Rubrik Zwischenfälle auf, dass am 24. Januar 2005 eine aus Dubai kommende Boeing 747-200F in Düsseldorf bei der Landung über die Landebahn hinaus rollte. Dabei brannte ein Triebwerk aus und die Maschine erlitt schwere strukturelle Beschädigungen. Die drei Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Die Maschine musste später abgewrackt werden.

Von Roland Herold und Martin Wachtelborn

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