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Mitteldeutschland US-Army in Mitteldeutschland unterwegs – schon die ersten Unfälle
Region Mitteldeutschland US-Army in Mitteldeutschland unterwegs – schon die ersten Unfälle
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10:33 31.05.2018
Tankstopp im sachsen-anhaltischen Burg: Die Fahrzeuge gehören zur 1. gepanzerten Brigade der 1. US-Kavalleriedivision. Quelle: Foto: dpa
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Magdeburg/Dresden

Rund 140 Fahrzeuge der US-Streitkräfte haben am Mittwoch Sachsen-Anhalt durchquert. Dabei kam es auf der Autobahn 2 bei Magdeburg zu einem Unfall, bei dem zwei amerikanische Soldaten leicht verletzt wurden. Laut der Autobahnpolizei waren keine externen Fahrzeuge beteiligt. Zwei Fahrzeuge der US-Streitkräfte seien im Bereich einer Baustelle aufeinander aufgefahren, sagte ein Sprecher des Bundeswehr-Landeskommandos. Die Soldaten wurden in einem Magdeburger Krankenhaus behandelt. Auch auf der Autobahn 13 im Berliner Süden war ein Truppentransporter der US-Armee an einem Unfall beteiligt. Der Militärlaster rammte beim Überholen einen Sattelzug, der nicht zum Militär gehörte. Verletzt wurde niemand.

US-Streitkräfte durchqueren Sachsen-Anhalt

Die Fahrzeuge und Soldaten, die gerade durch den Osten rollen, waren per Schiff im belgischen Antwerpen angekommen und sind auf dem Weg zu einer Operation namens „Atlantic Resolve“ in den osteuropäischen Nato-Staaten. Insgesamt seien gestern acht Kolonnen unterwegs gewesen, so der Sprecher des Landeskommandos. Andere US-Einheiten nehmen am Manöver „Saber Strike 2018“ („Säbelhieb“) teil, das Anfang Juni in Polen beginnt und bis zum 15. Juni läuft.

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In Sachsen-Anhalt hielten Fahrzeuge und Soldaten in der Bundeswehrkaserne in Burg (Kreis Jerichower Land) zu einem Tankstopp. Sieben Kolonnen verließen die Kaserne gestern wieder in Richtung Brandenburg. Die beiden beschädigten Fahrzeuge blieben in der Kaserne. Sobald die verletzten Soldaten aus dem Krankenhaus zurück seien, werde sich auch diese Kolonne wieder in Bewegung setzen. In der Nacht sollten weitere 140 US-Fahrzeuge durch die Region rollen.

In Thüringen und Sachsen werden allein auf der Route über die Autobahn 4 an Dresden vorbei rund 800 Fahrzeuge und 3000 Soldaten in Richtung Polen verlegt. Über die Autobahn 9 vorbei an Leipzig und Berlin sollen es 300 Fahrzeuge und 800 Soldaten sein. In Dresden machten Hubschrauber auf dem Flughafen Station.

Von Simon Ribnitzky