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Mitteldeutschland Trübe Aussichten: November bleibt grau und neblig – Winter in weiter Ferne?
Region Mitteldeutschland

Trübe Aussichten: Grauer November statt Wintereinbruch in Sachsen

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18:41 17.11.2021
Schwierig für Autofahrer: Auch in den nächsten Tagen bleibt uns das graue, neblige Novemberwetter erhalten.
Schwierig für Autofahrer: Auch in den nächsten Tagen bleibt uns das graue, neblige Novemberwetter erhalten. Quelle: Matthias Bein
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Leipzig

Einige Wettermodelle hatten bereits passend zum ersten Advent am nächsten Wochenende einen Wintereinbruch versprochen. Doch daraus wird nichts: Der November bleibt grau und neblig.

„Was für eine graue Novemberwetterlage. In dieser Woche zeigt sich das Wetter wirklich klassisch grau in grau, im Norden kommt auch noch etwas Wind dazu und Regen. Ungemütlicher geht die Wetterlage kaum noch“, sagt Wetterexperte Dominik Jung vom Portal Wetter.net. Zum Freitag und Samstag wird es dann sogar noch einmal richtig mild, die Höchstwerte erreichen im Westen bis zu 13 oder 14 Grad. In der Region Leipzig wird es mit 11 Grad auch wieder zweistellig. „Frühlingsluft statt Winterluft, es passiert genau das krasse Gegenteil für alle, die auf einen ersten Wintergruß hoffen“, sagt Jung.

Zum 1. Advent wird es im Raum Leipzig kühler

Erst nächste Woche wird es dann etwas kühler, in den Hochlagen kann es auch mal Schneeflocken geben. Bis zum ersten Advent könnte es dann auch tagsüber langsam etwas kälter werden. Die Temperaturen sinken dann auch im Raum Leipzig meist unter die 10-Grad-Marke. „Ein Wintereinbruch bis ganz runter mit einer dauerhaften Schneedecke und Dauerfrost ist aber unwahrscheinlich“, dämpft Jung die Hoffnungen auf weiße Landschaften.

Comeback des Eiswinters 2010?

Eine richtige Einwinterung mit frostigen Aussichten für den Advent sei jedenfalls vorerst vom Tisch. „Viel wurde ja über eine mögliche Wiederholung der Wetterlage Ende November 2010 diskutiert. Diese leitete damals den Eis-Dezember ein. Ende November gab es damals schon Dauerfrost und Schnee. Ganz klar: Nach aktuellem Stand ist das dieses Jahr nicht zu erwarten.“, sagt der Wetterexperte und widerspricht damit anderen Prognosen. „Ein sehr früher Wintereinbruch, der von manchem voreilig ausgerufen wurde, wird es nicht geben.“

Kritik an unseriösen Prognosen

Zunächst sei dies ja bereits für Ende Oktober/Anfang November angesetzt worden, dann wurden Eis und Schnee auf Mitte November verschoben und nun sollte das Wintererwachen Ende November kommen. „Frei nach dem Motto: Irgendwann rät man schon richtig. Aber bisher hat der Flachlandwinter noch keine Grüße gesendet“, kritisiert Jung.

Und das wird voraussichtlich auch für die erste Adventshälfte auch so bleiben. Die ersten Prognosen für den Dezember lauten: Leicht milder als im 30-Jahresmittel, kein eisiger Dezember wie 2010. „Eine Eiswinter-Story können wir seriös allerdings auch in diesem Jahr nicht liefern. Dazu gibt es aktuell keine wissenschaftlichen Anhaltspunkte“ erklärt Diplom-Meteorologe Jung.

Und was ist mit weißen Weihnachten? Auch das steht heute noch in den Sternen. „Rein statistisch gesehen sind und waren weiße Weihnachten bei uns schon immer recht unwahrscheinlich. Das gilt im Vorfeld natürlich auch für dieses Weihnachten“, so Jung. Erste seriöse Weihnachtsprognosen seien ohnehin erst ab dem 15. Dezember möglich.

Von Olaf Majer