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Mitteldeutschland Trotz Rückgang zum Vorjahr: Zahl der Waldbrände 2019 weiter extrem hoch
Region Mitteldeutschland Trotz Rückgang zum Vorjahr: Zahl der Waldbrände 2019 weiter extrem hoch
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11:26 31.12.2019
Ein Feuerwehrmann bekämpft mit einem Wasserstrahl einen Waldbrand (Symbolbild). Quelle: Julian Stähle/dpa
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Pirna

Trotz abermals großer Trockenheit hat es in Sachsens Wäldern im vergangenen Jahr weniger häufig gebrannt als 2018. Mit 150 gemeldeten Feuern waren es 50 weniger als im Dürrejahr zuvor, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst in Pirna auf dpa-Anfrage mitteilte. Dennoch lag die Zahl verglichen mit durchschnittlich 85 Bränden pro Jahr im vergangenen Jahrzehnt noch immer fast doppelt so hoch. Zumeist waren Menschen die Verursacher. Natürliche Brandursachen etwa durch Blitzschlag konnten nur vier Bränden zugeordnet werden

Größter Waldbrand des Jahres in der Gohrischheide

Den Flammen fiel eine Fläche von etwa 41 Hektar zum Opfer. Dabei gingen jedoch mehr als 25 Hektar allein auf das Konto eines Großbrandes in der Gohrischheide bei Zeithain (Kreis Meißen), als am 3. Juli ein Feldbrand auf die angrenzenden Waldflächen übergriff. Die durchschnittliche Waldbrandfläche lag bei 0,27 Hektar pro Brand.

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2018 wurden insgesamt 240 Hektar Wald durch Feuer vernichtet. Damals brannte es unter anderem auch an der Bastei in der Sächsischen Schweiz.

Zwischen Kurort Rathen und Stadt Wehlen stand der Wald in der Kernzone des Nationalparks Sächsische Schweiz in Flammen. 

In den besonders gefährdeten Regionen gibt es laut Sachsenforst ein kameragestütztes, automatisches Früherkennungssystem. So würden die meisten Brände in der Regel schnell lokalisiert und könnten durch Feuerwehren effektiv bekämpft werden, hieß es.

Die Brände wurden den Angaben zufolge in den meisten Fällen von Menschen verursacht. So seien die Ursachen von 135 der 150 Waldbränden bekannt, hieß es. Sie resultierten zu mehr als 70 Prozent aus fahrlässigem Verhalten wie unter anderem Grillen, Lagerfeuer oder auch Rauchen am oder im Wald. Es habe aber auch Brände gegeben, die vorsätzlich gelegt worden seien. In wie vielen Fällen es gelang, die Feuerteufel zu fassen, konnte Sachsenforst nicht sagen.

Von RND/dpa