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Mitteldeutschland Trockenheit setzt Sachsens Wäldern zu - Nadelverlust bei Kiefern
Region Mitteldeutschland Trockenheit setzt Sachsens Wäldern zu - Nadelverlust bei Kiefern
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14:15 21.12.2015
Quelle: dpa
Dresden

Das trockene Wetter hat in diesem Jahr Sachsens Wäldern zugesetzt. Ein milder und niederschlagsarmer Winter sowie ein trockenes Frühjahr führten zu einem Wasserdefizit, wie das Umweltministerium am Montag in seinem aktuellen Waldzustandsbericht mitteilte. Demnach habe der „Trockenstress“ bei der Kiefer zum zweithöchsten Nadelverlust seit 1991 geführt. Mancherorts hätten Waldbäume vorzeitig ihre Blätter verloren, auch neu gepflanzte Jungbäume litten unter der Trockenheit. Da die Dürre mit der Untersuchung des Waldes im Frühsommer zusammenfiel, werden sich Auswirkungen auf Krone und Baum erst in nächstem Jahr in vollem Umfang zeigen, hieß es.

„Solche Extremereignisse werden sich in den kommenden Jahren häufen“, erklärte Forstminister Thomas Schmidt (CDU). Der Waldumbau zu vitalen Mischwäldern müsse daher konsequent fortgesetzt werden.

Insgesamt seien die Wälder 2015 in einem guten Zustand. Laut Bericht sind 37 Prozent der Waldbäume gesund (2014: 39 Prozent), 46 Prozent sind schwach geschädigt und 17 Prozent - zwei mehr als im Vorjahr - weisen deutliche Schäden auf. Dabei gibt es regionale Unterschiede: Während im Elbsandsteingebirge und im Zittauer Gebirge die Kronen lichter sind, zeigen sich die Bäume im Erzgebirge gesünder. Im Vogtland haben die Bäume bei der aktuellen Untersuchung mehr Nadeln und Blätter gelassen als im Vorjahr.

„Von massiven Schadereignissen wurden Wald und Waldbesitzer in diesem Jahr zum Glück verschont“, so Schmidt. Nur Sturmtief „Niklas“ habe im März viele Bäume umknicken lassen, dadurch fielen rund 90 000 Kubikmeter Wurf- und Bruchholz an. Das lockte auch Schädlinge wie Buchdrucker und Kupferstecher an. Rund 33 500 Kubikmeter Schadholz fielen durch Käferfraß an - 20 Prozent mehr als in der Saison zuvor.

Für den Waldzustandsbericht wurden im Sommer 2015 insgesamt 6780 Bäume an 283 Stichprobepunkten im Sachsenforst begutachtet.

dpa

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