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Mitteldeutschland Tillich: Energiewende darf nicht über Strompreis finanziert werden
Region Mitteldeutschland Tillich: Energiewende darf nicht über Strompreis finanziert werden
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18:50 09.09.2015
Von Kai Kollenberg
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU)
Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) Quelle: Volkmar Heinz
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"Wir können es uns nicht leisten, Deutschland zu deindustrialisieren durch zusätzliche Belastungen der Strompreise", sagte Tillich der Leipziger Volkszeitung (Donnerstagausgabe) nach dem Energiegipfel in Berlin. "Wir sind also gut beraten, Lösungen zu suchen, die nicht nur energieeffizient, sondern auch kosteneffizient sind."

Der Ministerpräsident machte darüber hinaus klar, dass auch die Bürger stärker bei der Gestaltung der Energiewende miteinbezogen werden sollten. "Wenn die Beschlüsse vorliegen, müssen dann noch die Bürger mitgenommen werden. Denn es werden natürlich neue Stromtrassen und Kraftwerke nötig sein – nicht nur Windräder, sondern auch Gas- und Kohlekraftwerke", so Tillich. "Das ist in der Umsetzung sicherlich das härteste Stück Arbeit."

Tillich bewertete den Dialog zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten beim Energiegipfel positiv. "Alle Akteure haben heute gelernt, dass es eine Gesamtverantwortung gibt", sagte er. "Die Energiewende ist nicht mit parteipolitischem Kalkül oder mit widerstrebenden Interessen zwischen Bund und Ländern zu regeln. Jeder muss seinen Anteil an einem Gesamtkonzept haben."

Kai Kollenberg