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Mitteldeutschland Interaktive Karte: So lief das Rennen um die Direktmandate in Thüringen
Region Mitteldeutschland Interaktive Karte: So lief das Rennen um die Direktmandate in Thüringen
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00:36 28.10.2019
Obwohl die CDU bei den Zweitstimmen klar unterlegen ist, kann sie mehrheitlich Direktmandate gewinnen. Quelle: dpa
Erfurt

Nach Auszählung der Stimmbezirke bei der Thüringenwahl haben die Direktkandidaten der CDU in 21 der 44 Wahlkreise die meisten Stimmen erhalten. Die Bewerber von Linken und AfD holen jeweils elf Direktmandate. Für die SPD schafft ihr Fraktionsvorsitzender Matthias Hey in seinem Gothaer Wahlkreis zumindest den Achtungserfolg und holt ebenfalls ein Mandat..

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) konnte in seinem Erfurter Wahlkreis mit mehr als 40 Prozent alle anderen Bewerber hinter sich lassen. Nach Angaben des Landeswahlleiters vom Sonntag gewann er mit 42,1 Prozent den Wahlkreis, in dem auch FDP-Spitzenkandidat Thomas Kemmerich antrat. Kemmerich kam auf 7,0 Prozent. Das zweitbeste Ergebnis erzielte Dominik Kordon von der CDU mit 16,3 Prozent.

CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring hat bei der Landtagswahl seinen Wahlkreis verteidigt. Mit 31,2 Prozent holte er nach Angaben des Landeswahlleiters vom Sonntag das Direktmandat für den Wahlkreis Weimarer Land/Saalfeld-Rudolstadt. Auf den zweiten Platz kam mit 25,4 Prozent AfD-Landessprecher Torben Braga vor Robin Schünemann (Linke) mit 24,4 Prozent.

Grüne-Spitzenkandidatin Anja Siegesmund hat in Jena ein für ihre Partei überdurchschnittliches Ergebnis erzielt, aber das Direktmandat verfehlt. Im Wahlkreis Jena I landete sie mit 24,7 Prozent hinter Torsten Wolf (Linke), der 31,5 Prozent erreichte. Die Universitätsstadt Jena zählt zusammen mit Weimar zu den wenigen Hochburgen der Grünen in Thüringen.

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Tiefensee auf Platz drei – Höcke unterliegt deutlich

SPD-Spitzenkandidat Wolfgang Tiefensee ist in seinem Geraer Wahlkreis nur auf Platz drei gelandet. Der Wirtschaftsminister erreichte nach Angaben des Landeswahlleiters vom Sonntag mit 15,3 Prozent Erststimmen zwar ein deutlich besseres Ergebnis als seine Partei im Landesschnitt. Das Direktmandat holte aber Wolfgang Lauerwald (AfD) mit 32,9 Prozent vor Andreas Schubert (Linke) mit 29 Prozent).

AfD-Spitzenkandidat Björn Höcke verfehlte im CDU-dominierten Eichsfeld ein Direktmandat deutlich. Der AfD-Landesvorsitzende kam nach Angaben des Landeswahlleiters vom Sonntag auf 21,4 Prozent Erststimmen, was leicht unter dem Landesschnitt der Partei liegt. Das Direktmandat im Wahlkreis Eichsfeld I gewann Thadäus König (CDU) mit 49,0 Prozent. Höcke lebt in dem katholisch geprägten Landkreis und erreichte in seinem Wohnort Bornhagen 38,8 Prozent der Erststimmen.

Von LVZ

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