Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Terminservice für Facharztbesuche immer öfter gefragt
Region Mitteldeutschland Terminservice für Facharztbesuche immer öfter gefragt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:41 19.01.2019
Gesetzlich Versicherte in Berlin haben im vergangenen Jahr vermehrt versucht, über ein Vermittlungsangebot an einen Termin beim Facharzt oder Psychotherapeuten zu kommen. Quelle: Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa
Dresden

Ob Augenarzt, Neurologe oder Psychotherapeut: Patienten nehmen die Termin-Servicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung in Sachsen immer öfter in Anspruch. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben. Den Angaben zufolge ist die Zahl der Anrufe von 2016 bis 2017 von gut 14 300 auf fast 18 300 gestiegen. In den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres lag die Zahl bei 17 530. Die Bereiche Augenheilkunde, Neurologie und Psychiatrie sowie Psychotherapie seien am häufigsten gefragt, hieß es.

Seit Januar 2016 sind die Kassenärztlichen Vereinigungen verpflichtet, gesetzlich Versicherten in dringenden Fällen einen Facharzt-Termin innerhalb von vier Wochen zu vermitteln. So sollen monatelange Wartezeiten vermieden werden. Zunächst hatten die Patienten von dem Service nur zögernd Gebrauch gemacht. In Sachsen war eine solche Facharztvermittlung schon November 2014 freiwillig eingeführt worden.

Aus Sicht von Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) hat sich der Service bewährt. Dieser werde durch die Patienten gut angenommen. „Ich würde mir aber wünschen, dass noch mehr Arztpraxen und andere ärztliche Einrichtungen der Servicestelle freie Termine mitteilen, so dass Anfragende schneller einen Termin erhalten können“, sagt Klepsch.

Auch bei der AOK Plus, der mit Abstand größten Krankenkasse in Sachsen, fällt das Fazit zufriedenstellend aus. „Es ist gelungen, den Versicherten zeitnah Arzt-Termine zu vermitteln“, sagt eine Sprecherin. Allerdings würden viele Patienten dennoch weiter die Notfallambulanzen der Krankenhäuser aufsuchen - selbst während der Praxis-Öffnungszeiten. Da müssten die Versorgungsstrukturen in einem nächsten Schritt verändert werden.

„Eine Servicestelle kann Termine vermitteln, aber sie schafft keine zusätzlichen Behandlungskapazitäten“, gibt der sächsische Landeschef der Deutschen Psychotherapeuten Vereinigung, Sven Quilitzsch, in Zwickau zu bedenken. Die vermittelten Termine bereiteten den Praxen keine Probleme. Aber: „Das ist mit dem Patienten nur ein erstes Gespräch, wie es jeder Behandlung vorausgeht.“ Dabei könne der Arzt allenfalls feststellen, ob ein akuter Fall vorliege und der Betreffende möglicherweise schnell in ein Krankenhaus eingewiesen werden müsse. Bis zum ersten richtigen Behandlungstermin vergingen danach in der Regel drei bis vier Monate. Das sei bei Psychotherapeuten in Sachsen etwa die aktuelle Wartezeit. „Und das sollte eigentlich nicht so sein.“

dpa

100 Jahre nach der Einführung des Wahlrechts in Deutschland für sie sind Frauen längst in der Wirtschaft und in der Politik angekommen. Laut Arbeitsmarktforschern verdienen Frauen, die in Vollzeit arbeiten, im Schnitt allerdings etwa ein Fünftel weniger als Männer.

18.01.2019
Mitteldeutschland „Die Bauern können da gar nicht mithalten“ - Verband: Familienbetriebe halten mit Agrarinvestoren nicht mit

Immer mehr Äcker im Osten geraten aus Sicht des Deutschen Bauernbunds in die Hand von Kapitalanlegern. Auf dem Bodenmarkt wechsele schon jeder fünfte Hektar durch Anteilsverkäufe von Agrargesellschaften den Besitzer anstatt durch den Verkauf ganzer Betriebe.

18.01.2019

Sachsen gewährt eine Übernahme der kompletten Kosten für den Schutz vor Wölfen. Neben den Investitionen in den Herdenschutz werden auch Folgekosten, die im Zusammenhang mit Übergriffen von Wölfen auf Nutztiere entstehen, zu 100 Prozent ausgeglichen.

18.01.2019