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Mitteldeutschland Mitteldeutschland: Beschäftigte im Einzelhandel bekommen mehr Geld
Region Mitteldeutschland

Tarifeinigung im Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen

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18:27 04.10.2021
Die Tarifauseinandersetzung war von mehreren Warnstreiks begleitet. (Symbolbild)
Die Tarifauseinandersetzung war von mehreren Warnstreiks begleitet. (Symbolbild) Quelle: Bernd Thissen/dpa
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Leipzig

Die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen bekommen schrittweise mehr Geld. Wie die Gewerkschaft Verdi und der Einzelhandelsverband in Mittelsachsen am Montag mitteilten, einigten sich beide Seiten auf einen Tarifabschluss. Die Verhandlungen waren von zahlreichen Warnstreiks begleitet worden.

Löhne und Gehälter werden laut Verdi bis zum Verkäuferinnenendgehalt um 3 Prozent zum 1. Oktober 2021 erhöht. Alle Gruppen darüber bekommen 79,98 Euro mehr. Zum 1. Juni 2022 gibt es zudem für alle Beschäftigten ein weiteres Lohnplus von 1,7 Prozent. Azubis erhalten jeweils zum 1. September 30 Euro mehr.

Ganz zufrieden ist aber keine Seite

Knackpunkt der Tarifverhandlungen waren die unterschiedlichen Entwicklungen in der Branche während der Corona-Pandemie. Während der Lebensmitteleinzelhandel gut durch die Krise gekommen ist, litten andere Händler unter den Schließungen. Die Arbeitgeber hatten daher unterschiedliche Regelungen für die einzelnen Zweige angestrebt.

Nun wurde jedoch ein Tarifabschluss für die gesamte Branche mit rund 280.000 Beschäftigten erzielt. Der Handelsverband kritisierte, dass das Ergebnis „überfordernd“ sei für viele Nicht-Lebensmittelhändler. Verdi bemängelte dagegen, dass die Arbeitgeber „auch kleinste Angleichungsschritte an das Westniveau“ abgelehnt hätten.



Von RND/dpa