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Region Mitteldeutschland

Studie aus Dresden: Frauen im Osten arbeiten mehr

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13:08 17.08.2021
Frauen in Ostdeutschland arbeiten nach wie vor mehr als im Westen – das hat eine Studie des Instituts für Wirtschaftsförderung am Dienstag bestätigt.
Frauen in Ostdeutschland arbeiten nach wie vor mehr als im Westen – das hat eine Studie des Instituts für Wirtschaftsförderung am Dienstag bestätigt. Quelle: Annette Riedl/dpa
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Dresden

Frauen in Westdeutschland sind weiterhin kürzer in Lohnarbeit als Frauen in Ostdeutschland. Wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Dresdner Niederlassung des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) heißt, arbeiten westdeutsche Frauen mit 30,2 Stunden immer noch über vier Stunden pro Woche weniger in bezahlter Arbeit als ostdeutsche Frauen mit 34,4 Stunden. Als Ursache werden sich nur langsam verändernde Rollenbilder der Geschlechter und ein unzureichend ausgebautes Kinderbetreuungsangebot vermutet.

Traditionelle Geschlechterrollen im Westen stärker

„Traditionelle Geschlechterrollen halten sich im Westen stärker, und das Betreuungsangebot ist schlechter ausgebaut als im Osten“, erklärte Studienautorin Katharina Heisig. Laut der Studie gehen aber immer mehr Frauen in Deutschland einer bezahlten Arbeit nach. Die Lücke in der Arbeitsmarktbeteiligung zwischen Frauen und Männern habe sich seit 1999 halbiert, von 15,5 auf 8,7 Prozentpunkte. So lag die Arbeitsmarktbeteiligung der Frauen 1999 noch bei 67,8 Prozent. Im Jahr 2020 waren es 80,7 Prozent. Bei den Männern wuchs sie von 83,4 Prozent auf 87,6 Prozent.

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Frauen häufiger in Teilzeit

Allerdings arbeiten Frauen immer noch deutlich häufiger in Teilzeit als Männer. Männer arbeiteten 2020 durchschnittlich 39,4 Stunden pro Woche, Frauen 31,8 Stunden. Im Jahr 1999 waren es noch 41,5 beziehungsweise 32,7 Stunden. Die „Teilzeitlücke“ schrumpfte nur von 8,8 auf 7,6 Stunden. „Deutschland ist auch heute noch weit entfernt von einer Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt“, sagte Studienautorin Heisig. Am 26. August ist der aus den USA kommende Frauen-Gleichstellungstag.

Von RND/dpa