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Mitteldeutschland Startschuss für schriftliche Abiturprüfungen in Sachsen
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Startschuss für schriftliche Abiturprüfungen in Sachsen 

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06:40 23.04.2021
Für mehr als 10.000 Abiturienten in Sachsen wird es langsam ernst: An diesem Freitag beginnen die Abiturprüfungen.
Für mehr als 10.000 Abiturienten in Sachsen wird es langsam ernst: An diesem Freitag beginnen die Abiturprüfungen. Quelle: Waltraud Grubitzsch
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Dresden

Für mehr als 10.000 Abiturienten in Sachsen wird es langsam ernst: An diesem Freitag beginnen die Abiturprüfungen. Zwar kehrten die Abschlussklassen bereits am 18. Januar als Erste im Freistaat wieder in die Schulen zurück, um sich auf die Prüfungen vorzubereiten - coronabedingte Einschränkungen prägten allerdings die vergangenen Wochen. Wie sehen die Prüfungen in diesem Jahr aus?

Welche Prüfungen stehen als Erstes an?

Los geht es am Freitag an den allgemeinbildenden Gymnasien mit den Fächern evangelische und katholische Religion. Es folgen die Fächer Griechisch (26.4.), Geografie sowie Gemeinschaftskunde und Wirtschaft (beide am 27.4.). Für alle Abiturienten stehen dann am 30. April die Klausuren im Fach Deutsch, am 4. Mai in Mathe an. Laut Kultusministerium muss jeder Abiturient fünf Prüfungen ablegen - davon drei schriftliche und zwei mündliche. Die mündlichen Prüfungen beginnen ab dem 17. Mai. Die Termine legen die Schulen allerdings selbst fest.

Muss bei den Prüfungen Maske getragen werden?

Für die Abi-Prüfungen gelten strenge Hygieneregeln und Mindestabstand. Während der Prüfungen, die teils über mehrere Stunden gehen, müssen die Schüler aber keine Schutzmasken tragen. Als Sicherheitsmaßnahme müssen sich die Prüflinge vorher einem Corona-Test unterziehen. Um den Mindestabstand einzuhalten, werden sie notfalls auf mehrere Räume verteilt. Laut Kultusminister Christian Piwarz (CDU) fanden bereits im vergangenen Jahr die Abi-Prüfungen unter Corona-Bedingungen statt. „Wir haben Erfahrungen sammeln können. Das hilft uns auch in diesem Jahr.“

Was gibt es in der Corona-Krise für Erleichterungen?

Weil sich Abiturienten unter Corona-Bedingungen zum Teil im Home-Schooling oder in Quarantäne auf ihre Abschlussprüfungen vorbereiten mussten, sieht das Land eine ganze Reihe von Erleichterungen vor: Dazu zählen etwa 30 Minuten mehr Zeit für jede schriftliche Abiprüfung sowie das mögliche Ausweichen auf einen Zweittermin. Wie im vergangenen Jahr erfolgt die Zweit- und Drittkorrektur an der jeweiligen Schule. Das soll eine faire Benotung sicherstellen, falls Inhalte coronabedingt nicht ausreichend behandelt werden konnten.

Was sagen Schüler und Lehrer?

Nach Einschätzung des Landesschülerrates waren die Vorbereitungen in den vergangenen Monaten nicht einfach: „Wir mussten uns zum Großteil selber kümmern“, sagt die Vorsitzende Joanna Kesicka. Im Dezember seien die Abiturienten mehrere Wochen zu Hause gewesen, auch danach hätten viele wegen Quarantäne am heimischen Schreibtisch lernen müssen. Der sächsische Lehrerverband sieht trotz allem keinen Grund, von einem „Corona-Abitur“ zu sprechen. Die Abschlussklassen hätten bis auf wenige Wochen Präsenzunterricht gehabt. Das Abitur sei „absolut vollwertig und anspruchsvoll“ und werde entsprechende Anerkennung bei Universitäten und Unternehmen finden, erklärte Verbandsvorsitzender Jens Weichelt

Von RND/dpa