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Mitteldeutschland So viel Geld haben Sachsens Lottospieler 2019 abgeräumt
Region Mitteldeutschland So viel Geld haben Sachsens Lottospieler 2019 abgeräumt
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15:05 22.01.2020
Obwohl immer neue Spielarten hinzu kommen, versuchen die meisten Sachsen ihr Glück weiter bei 6aus49. Quelle: Inga Kjer/dpa
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Leipzig

Sachsens Lottospieler haben im vergangenen Jahr mehr als zehn Millionen Mal Glück gehabt und insgesamt 152 Millionen Euro an Gewinnen abgeräumt. Allein die sieben sächsischen Lottomillionäre, die 2019 hinzu kamen, konnten sich insgesamt über 32 Millionen Euro mehr auf ihren Konten erfreuen. „Der Großgewinn von reichlich 10 Millionen Euro, der im April an einen Lottospieler in Mittelsachsen ging, war einer der höchsten Einzelgewinne in der sächsischen Lottogeschichte“, sagte der Geschäftsführer der Sächsischen Lotto-Gesellschaft, Siegfried Schenek, am Mittwoch in Leipzig.

Mit 118 Millionen Euro viel Gutes bewirkt

Im Schnitt investierte jeder Lottospieler reichlich 75 Euro, was sich übers Jahr auf rund 308 Millionen Euro summierte. Rund 118 Millionen Euro flossen an den sächsischen Staatshaushalt und werden für gemeinnützige Zwecke verwendet. Dazu zählen zwölf Millionen Euro für den Breiten- und Nachwuchsleistungssport sowie Zuschüsse von über zehn Millionen Euro für Sozial- und Kulturprojekte in Sachsen. Seit 1993 hat die Gesellschaft Schenek zufolge bereits drei Milliarden Euro an den Freistaat abgeführt. „Eine Summe, die uns sehr stolz macht. Denn damit wird viel Gutes bewirkt“, sagte der Sachsenlotto-Chef mit einem Seitenhieb auf private Glücksspielanbieter, denen gemeinnützige Zwecke fremd sind.

Oddset-Wetten eingestellt

Beliebtestes Spiel ist in Sachsen weiterhin die klassische Lotterie 6aus49. Allein hier habe der Spieleinsatz bei 167 Millionen Euro und damit rund 2,7 Prozent höher gelegen als noch ein Jahr zuvor. Anhänger von Sportwetten können in Sachsen ihr Glück allerdings nicht mehr bei Oddsetversuchen. Die Lottogesellschaft hat das Angebot zum Jahresanfang eingestellt, sagte Schenek. Verschärfte rechtliche Rahmenbedingungen hätten es unmöglich gemacht, Oddset noch wirtschaftlich anzubieten. Beispielsweise hätte die Sportwette nur noch in 65 Annahmestellen angeboten werden können. Sachsenweit gibt es 1223 Lotto-Annahmestellen. Mit Oddset sei zuletzt noch ein Spieleinsatz von sechs Millionen Euro erzielt worden, sagte Schenek. Er sei zuversichtlich, die Umsatzlücke mit anderen Produkten wie Rubbellosen füllen zu können, für die Sachsen im vorigen Jahr fast 27 Millionen Euro ausgaben und die inzwischen auch online angeboten werden, sagte der Geschäftsführer.

Sogwirkung durch pralle Jackpots

Das 30-jährige Bestehen von Sachsenlotto soll ab Februar mit einer Jubiläums-Sonderauslosung gefeiert werden. Dabei stehen Extragewinne und ein Wunschgewinn in Aussicht, über den die Kunden bis zum Sommer selbst abstimmen können.

Die für den Herbst angekündigte Verteuerung des Stammspiels 6aus49 um ein Fünftel auf 1,20 Euro pro Tipp kommentierte Schenek so: „Lotto wird etwas teurer, aber auch deutlich attraktiver.“ Bei gleichen Gewinnchancen steige beispielsweise die Aussicht auf Großgewinne von bis zu 45 Millionen Euro. „Und große Jackpots bewirken immer eine gewisse Sogwirkung.“ Auch sechs Richtige ohne passende Superzahl könnten dann öfter zu Millionengewinnen führen. Die vom Deutschen Lotto- und Totoblock beschlossenen Neuerungen müssen aber noch durch staatliche Stellen genehmigt werden.

Von Winfried Mahr

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