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Mitteldeutschland So soll der Radebeuler Lößnitzgrund attraktiver werden
Region Mitteldeutschland So soll der Radebeuler Lößnitzgrund attraktiver werden
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21:25 14.11.2019
Manuel Schöbel, Bert Wendsche und Christian Wacker (v. l.) wollen mit Winnetou den Lößnitzgrund wiederbeleben. Quelle: Foto: L.-M. Leuteritz
Radebeul

Alljährlich kommen Freunde der indianischen Kulturen in den Lößnitzgrund, um dem Schriftsteller Karl May zu huldigen. Im kommenden Jahr gesellt sich eine ganze Reihe von Veranstaltungen zu den Karl-May-Festtagen dazu: „Der Lößnitzgrund ruft“ heißt das neue Projekt der Stadt Radebeul, der Landesbühnen Sachsen und des Karl-May-Museums.

Vom 12. bis 21. Juni wird es im Lößnitzgrund ein Freilichttheater geben sowie Sommerkino, geführte Wanderungen und ein Indianistik-Festival. Die Idee dazu kam den Verantwortlichen bei den letzten Karl-May-Festspielen, wie Radebeuls Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) erzählt.

Gleichzeitig haben die Landesbühnen Sachsen mit der Veranstaltungsreihe eine Beschäftigung für den Sommer gefunden. Denn die Felsenbühne Rathen wird bis April 2022 modernisiert. Eine weitere Ausweichspielstätte für den Sommer wird also auch der Lößnitzgrund sein. Gezeigt wird Winnetou I auf dem Gelände „Little Tombstone“. Der Platz wird auch bei den Festspielen rege genutzt und somit sind keine großen Umbauten nötig, sagt Wendsche. Insgesamt wird es acht Vorstellungen geben, beginnend je 18.30 oder 19.30. Pro Vorstellung ist Platz für 600 Gäste. Die Karten kosten für Erwachsene 25 Euro, ermäßigte Karten 15 Euro.

Die Besucher können mit diesen Theaterkarten die Busse und Bahnen des Verkehrsverbundes Oberelbe nutzen, jedoch nicht den Lößnitzdackel. Auch eine Anreise mit dem Auto ist kein Problem, da der Lößnitzgrund in den zwei Wochen nicht komplett gesperrt, sondern nur zur Einbahnstraße umfunktioniert wird. Die andere Straßenseite kann zum Parken genutzt werden.

Doch auch eine kleine Wanderung zur Theaterbühne ist ganz im Sinne der Veranstalter. Denn der Lößnitzgrund soll wieder das werden, was er einmal war: der Begegnungs- und Freizeitort schlechthin. Deshalb lockt nicht nur Winnetou, sondern auch der Chefindianer der DDR: Gojko Mitic. Er hat die Schirmherrschaft übernommen und wird am 20. Juni persönlich in den Grund kommen. Mit Radebeul verbinde ihn eine inzwischen 50-jährige Freundschaft. Er freue sich besonders auf seine Fans und Freunde aus der Indianistikszene, teilt er in einem schriftlichen Grußwort mit. Der Eintritt zum Fanfest inklusive Autogrammstunde ist frei.

Im Sommerkino ab 22 Uhr werden alte Defa-Klassiker wie „Apachen“ zu sehen sein. Weitere Programmpunkte sind noch in Planung.

Den Traum von einer eigenen kleinen Felsenbühne im Lößnitzgrund werden sich Wendsche und seine Partner trotzdem nicht erfüllen können. Immerhin ist der Steinbruch eine beliebte Brutstelle für Wanderfalke, Rabe und Co. Dennoch ist Wendsche „felsenfest“ davon überzeugt, dass die neue Veranstaltungsreihe funktionieren wird.

www.der-loessnitzgrund-ruft.de

Von Lisa-Marie Leuteritz

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