Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Mitteldeutschland Schweinegrippe in Sachsen auf dem Vormarsch
Region Mitteldeutschland Schweinegrippe in Sachsen auf dem Vormarsch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:26 26.02.2016
Die Schweinegrippe grassiert in diesem Jahr in Sachsen. Mediziner raten auch jetzt noch zur Grippeschutzimpfung. (Symboldbild) Quelle: dpa
Leipzig

Die Grippewelle hat Sachsen fest im Griff. Aktuell gibt es 2137 bestätigte Influenza-Fälle – allein 488 Erkrankungen kamen in der vergangenen Woche hinzu. „Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg“, sagte Gerlinde Schneider, Präsidentin der Landesuntersuchungsanstalt (LUA). „Seit Ende der Schulferien nehmen die Kontakte zu und damit erhöht sich auch die Ansteckungsgefahr.“ Bislang gebe es sechs Todesfälle im Freistaat.

Bundesweit sei ein Anstieg der Fälle zu beobachten, teilte das Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig mit. Vermutlich in zwei bis drei Wochen werde der Höhepunkt der diesjährigen Saison erreicht, so die Wissenschaftler. Die Zahlen seien für die Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Im vergangenen Jahr hatte Sachsen zu dieser Zeit 4717 Fälle. Insgesamt waren im Vorjahr 16 Grippetote in Sachsen zu beklagen bei insgesamt 13000 Influenza-Erkrankten.

Hoher Anteil an Schweinegrippe-Infizierten

Bislang dominiere in dieser Saison das H1N1-Virus, auch als Schweinegrippe bekannt. 72 Prozent der bisherigen Erkrankungen in Sachsen seien auf diesen Virusstamm zurückzuführen, im letzten Jahr waren es nur 15 Prozent, sagte LUA-Präsidentin Schneider.

Einen entscheidenden Unterschied zu vergangenen Grippewellen gibt es nach Meinung von Gérard Krause, Leiter der Abteilung Epidemiologie am HZI in Braunschweig. „Die aktuelle Grippewelle trifft nach ersten Erkenntnissen Menschen mittleren Alters, also Menschen zwischen 15 und 59 Jahren, häufiger und schwerer.“ Normalerweise seien vor allem Kinder und ältere Menschen, also Menschen mit einem noch nicht ausgereiften oder bereits geschwächten Immunsystem betroffen.

Mediziner beklagt Impfmüdigkeit

„Im Gefolge der jetzigen Influenza-Erkrankungen nimmt auch die Zahl der krankenhauspflichtigen beziehungsweise schweren Fälle zu“, sagte Bernhard Ruf, Chefarzt der Klinik für Infektiologie am Leipziger Klinikum St. Georg. Das sei auch so während der ersten Influenza-Epidemie mit dem neuen Schweinegrippe-Virus 2009/2010 gewesen. „Auch da traf diese Erkrankung in besonderer Weise sonst gesunde jüngere Erwachsene“, so Ruf. Der Professor rät noch zur Influenza-Impfung. Der Virustyp H1N1 sei im aktuellen Impfstoff enthalten. Eine der Ursachen der stark steigenden Grippe-Fälle sei die mangelnde Bereitschaft, sich gegen die Influenza impfen zu lassen.

Von Andreas Dunte

Nach den fremdenfeindlichen Krawallen im erzgebirgischen Clausnitz werden keine Ermittlungen gegen Flüchtlinge geführt. Das sagte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) am Freitag in Dresden nach einer Sondersitzung des Landtagsinnenausschusses zu dem umstrittenen Polizeieinsatz.

26.02.2016

Angeln, Planschen, Strandspaziergang: Nördlich von Cottbus soll der größte See Brandenburgs entstehen. Der stillgelegte Tagebau soll in wenigen Jahren geflutet werden. Die Vorbereitungen haben schon begonnen. 200 Millionen Euro wird das Ganze voraussichtlich kosten.

26.02.2016

In keinem anderen Bundesland leben durchschnittlich so viele alte Menschen wie in Sachsen. Das bringt die Rentensysteme in Bedrängnis. Was das bedeutet und welche Auswege es gibt, diskutierten Experten in Dresden.

26.02.2016