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Mitteldeutschland Sächsischer Landesbischof Bilz ins Amt eingeführt
Region Mitteldeutschland Sächsischer Landesbischof Bilz ins Amt eingeführt
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13:43 25.04.2020
Tobias Bilz aus Dresden ist der neue Landesbischof der evangelischen Landeskirche in Sachsen. Quelle: Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/ron
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Meißen

Unter strengen Corona-Auflagen ist Sachsens neuer evangelischer Landesbischof Tobias Bilz (55) am Samstag im Meißner Dom in sein Amt eingeführt worden. Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Ralf Meister, ermunterte den neuen Bischof, angesichts der vielfältigen Strömungen in der sächsischen Landeskirche diese als Chance zu nutzen. Als geistlicher Anreger könne Bilz Glaubensvielfalt garantieren, sagte Meister, der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist.

Es sei nicht Aufgabe eines Bischofs, die große Vielfalt in den Landeskirchen zu bändigen. „Diejenigen, die aus ihrem Glauben ein Gesetz machen und es - manchmal ohne Rücksicht auf die Schwachen - anwenden, verwirken diesen Freiheitsgedanken“, fügte Meister mit Blick auf ein zum Teil verbreitetes Lagerdenken konservativer und liberaler Christen hinzu.

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Landebischof erhält Amtskreuz

Meister übergab Bilz, der bereits seit dem 1. März Landesbischof in Sachsen ist, das Amtskreuz und spendete ihm den Segen für seinen Dienst. An dem Gottesdienst nahmen wegen der Corona-Einschränkungen nur 15 Personen teil, darunter Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Landtagspräsident Matthias Rößler (beide CDU).

Das ist Tobias Bilz

Der evangelische Theologe Tobias Bilz (55) ist seit dem 1. März Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens. Zuvor war er ein Jahr lang sächsischer Oberlandeskirchenrat im Landeskirchenamt in Dresden. Dort war er als Leiter des Dezernats IV für kirchliche Werke und Einrichtungen, Seelsorge, Gemeindeaufbau und Medien zuständig. Von 2007 bis 2018 war er sächsischer Landesjugendpfarrer.

Bilz wurde 1964 in Dornreichenbach bei Wurzen geboren. Nach seinem Schulabschluss in Pleißa bei Chemnitz ließ sich der Pfarrerssohn zunächst zum Instandhaltungsmechaniker in einer Werkzeugfabrik in Altenburg ausbilden. 1983 begann er sein Theologiestudium am Theologischen Seminar in Leipzig. Studium und Vikariat schloss er 1991 mit dem Zweiten Theologischen Examen ab. Anschließend war Bilz Pfarrer im erzgebirgischen Erlbach-Kirchbach und ab 2001 zusätzlich mit dem Dienst als Jugendpfarrer im damaligen Kirchenbezirk Stollberg beauftragt.

Die sächsische Landessynode wählte Bilz am 29. Februar zum Landesbischof. Im dritten Wahlgang erhielt er 48 von 79 gültigen Stimmen. Bilz lebt in Dresden. Er ist verheiratet und Vater von drei erwachsenen Kindern.

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Von RND/epd