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Mitteldeutschland Sächsische Ministerien nutzen überwiegend kein Recyclingpapier
Region Mitteldeutschland

Sächsische Ministerien nutzen überwiegend kein Recyclingpapier

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14:04 24.10.2020
Bei der Nutzung von Recyclingpapier ergibt sich in der Verwaltung von Bund und Ländern ein uneinheitliches Bild. Quelle: epd
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Dresden

Die sächsischen Landesverwaltungen haben bei der Nutzung von Recyclingpapier noch Aufholbedarf. In den Ministerien werde derzeit überwiegend kein Recyclingpapier genutzt, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Dresden. Der Anteil von umweltfreundlichen Papier werde in den Landesverwaltungen nicht gesondert erfasst. Eine Zielquote gebe es auch nicht.

Laut Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) ist Recyclingpapier mit dem Blauen Engel dem Normalpapier in der Umweltbilanz weit überlegen. 88 Prozent der Fasern kommen ihr zufolge aus den hiesigen Altpapiersammlungen. Bei der Produktion werden weniger Energie und 70 Prozent weniger Wasser verbraucht. Das Bundesumweltministerium verwendet Schulze zufolge zu 100 Prozent Recyclingpapier.

Die recyclingpapierfreundlichste Stadt ist Erlangen

Seit 2008 wird der Wettbewerb „Papieratlas“ von der Initiative Pro Recycling in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium, den Kommunalverbänden und Umweltschutzorganisationen veranstaltet. Die Gewinner erreichten in diesem Jahr durchschnittliche Recyclingpapierquoten zwischen 91 Prozent (Städte), 85 Prozent (Landkreise) und 75 Prozent (Hochschulen).

Die recyclingpapierfreundlichste Stadt ist laut „Papieratlas 2020“ Erlangen, bei der Landkreisen ist Paderborn führend und bei den Hochschulen die Fernuniversität Hagen.

Von epd