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Mitteldeutschland Sächsische FDP will mit alter Führung zurück in den Landtag
Region Mitteldeutschland Sächsische FDP will mit alter Führung zurück in den Landtag
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13:19 07.04.2019
Holger Zastrow Quelle: Dietrich Flechtner/Archiv
Dresden

Die sächsische FDP hat die Weichen für die erhoffte Rückkehr in den Landtag gestellt. Auf einem Landesparteitag in Dresden verabschiedeten die Liberalen am Sonntag einstimmig ihr Wahlprogramm. Das sieht unter anderem eine Stärkung der Oberschulen, eine Fusionierung der fünf ÖPNV-Zweckverbände zu einem sachsenweiten Verband und eine Absenkung des Wahlalters von 18 auf 16 Jahre vor. Am Samstag hatte die FDP außerdem ihren Landesvorstand gewählt. Dabei setzt die Partei auf bewährtes Personal.

Der Langzeit-Vorsitzende Holger Zastrow (50) wurde erneut zum Parteichef gewählt. Wie schon bei seiner Kür zum Spitzenkandidaten im Februar erhielt Zastrow aber nur mäßigen Zuspruch. 139 Delegierte (64,4 Prozent) stimmten für den neuen alten Parteichef. 73 Delegierte stimmten mit Nein, 4 enthielten sich, wie Generalsekretär Torsten Herbst mitteilte. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Von seinen früheren Zustimmungswerten über 90 Prozent ist Zastrow damit weit entfernt. Er steht seit rund 20 Jahren an der Spitze der Liberalen in Sachsen. Zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl hatten ihn auch nur 62,2 Prozent der Delegierten gewählt.

Im Amt bestätigt wurden auch Zastrows Stellvertreter. Anja Jonas erhielt 55,2 Prozent der Stimmen, Ex-Justizminister Jürgen Martens 63,8 Prozent und der Bundestagsabgeordnete Frank Müller-Rosentritt 70,5 Prozent. Auf dem Posten des Generalsekretärs entschied sich die Sachsen-FDP ebenfalls für Kontinuität. Torsten Herbst wurde am Samstag mit rund 75 Prozent der Stimmen gewählt.

Für die Landtagswahl am 1. September hat Zastrow zehn Prozent als Ziel ausgerufen. Umfragen sehen die Liberalen derzeit bei fünf bis sieben Prozent. Bei der vorherigen Landtagswahl war die FDP nicht über die Fünf-Prozent-Hürde gekommen und aus dem Landtag geflogen.

dpa

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