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Mitteldeutschland Sachsens Unternehmer des Jahres kommt aus Markranstädt
Region Mitteldeutschland Sachsens Unternehmer des Jahres kommt aus Markranstädt
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23:20 10.05.2019
Holger Födisch aus Markranstädt, Sachsens Unternehmer des Jahres, mit der bronzenen Sieger-Statue. Quelle: Thomas Kretschel
Dresden

Mit seinen Messgeräten für die Abgase in Kraftwerken und Fabrikschloten ist er längst eine feste Größe. Jetzt ist Holger Födisch von Dr. Födisch Umweltmesstechnik aus MarkranstädtSachsens Unternehmer des Jahres“. Bei der großen Gala in der Gläsernen Ma- nufaktur von VW in Dresden wurde er gestern Abend mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Damit geht die Auszeichnung, die be- reits zum 14. Mal vergeben wurde, erstmals in den Raum Leipzig.

Sieger hat nicht im Geringsten mit einem Sieg gerechnet

Födisch selbst wurde von der Nachricht völlig überrascht. Zwar war der promovierte Ingenieur als einer der fünf Finalisten zu der Gala nach Dresden eingeladen worden. Mit einem Sieg hatte er aber nicht im Geringsten gerechnet, sagte der 59-Jährige der LVZ. Er bewerbe sich ohnehin selten um solche Preise, und schon den Einzug ins Finale hatte er als großen Erfolg verbucht. Jetzt kann er sogar die Siegertrophäe mit nach Markranstädt nehmen.

Dr. Födisch produziert 1600 Geräte für Messung und Analyse von Staub und Gas im Jahr

Födisch, der seit 1987 mit seiner Frau in Leipzig-Schönefeld lebt und Vater von zwei erwachsenen Söhnen ist, hatte 1991 den maroden Markranstädter Betriebsteil des VEB Entstaubungstechnik Magdeburg von der Treuhand übernommen – und daraus einen Vorzeigebetrieb gemacht. Inzwischen wurde daraus eine Firmengruppe mit sechs Tochtergesellschaften in ganz Deutschland und mehr als 200 Mitarbeitern, davon allein 85 in Markranstädt, wo die gesamte Produktion läuft. 1600 Geräte für die Messung und Analyse von Staub und Gas werden pro Jahr produziert. Mehr als die Hälfte davon geht in den Export, Hauptabsatzmarkt ist China, wo Födisch sogar Marktführer ist.

„Der Macher an der Spitze dieses Unternehmens ist Visionär, Fachmann, Pragmatiker, Unternehmer und allem voran Mensch“, sagte LVZ-Geschäftsführer Björn Steigert, der selbst in der zehnköpfigen Jury saß und bei der Preisverleihung in Dresden gestern die Laudatio hielt. „Mit seinen jugendlichen U60 ist er Vorbild für junge Unternehmer in Bezug auf das Management. Er ist ein Beispiel dafür, dass man auch mal unkonventionelle Wege gehen und zum Beispiel mit Mitbewerbern kooperieren kann.“

Für die Messestadt war es damit eine gelungene Doppelpremiere: Denn der wichtigste Wirtschaftspreis des Freistaats wurde in diesem Jahr erstmals von allen drei großen Tageszeitungen im Freistaat gemeinsam vergeben. Die Leipziger Volkszeitung beteiligte sich zum ersten Mal. Und der Preis ging dann auch gleich in die Messestadt.

Wilfried Hänchen wurde mit einem Sonderpreis für sein Lebenswerk geehrt

Und noch ein weiterer Unternehmer aus Leipzig wurde ausgezeichnet: Wilfried Hänchen von der Unternehmensgruppe Hänchen, die vor allem Schulen, Kitas, Seniorenheime und Krankenhäuser mit Essen versorgt, wurde mit dem Sonderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er habe seine Unternehmensgruppe in den letzten 20 Jahren in beispielhafter Art und Weise erfolgreich in einem schwierigen Marktumfeld entwickelt, befand die Jury. Vor drei Jahren hatte es Hänchen sogar schon einmal in die Endrunde des Preises geschafft. Den Preis erhielten dann aber die Brüder Stefan und Alexander Jakschik von ULT Umwelt-Lufttechnik aus Löbau.

Jetzt holt Födisch erstmals die Siegertrophäe nach Leipzig. Über deren Größe war der Unternehmer dann doch überrascht: Die vergoldete Statue „Die Träumende“ misst 1,20 Meter und wiegt 40 Kilo. Die habe er sich doch deutlich handlicher vorgestellt, stellte Födisch fest, als er sie das erste Mal in Händen hielt. Sie wird nun einen Ehrenplatz in der Firmenzentrale in Markranstädt bekommen.

Von Frank Johannsen

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