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Mitteldeutschland Sachsens Skigebiete rüsten sich für Saison
Region Mitteldeutschland Sachsens Skigebiete rüsten sich für Saison
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11:31 21.11.2018
Eingeschneite Bäume sind bei frostigen Temperaturen auf dem Fichtelberg zu sehen. Quelle: Bernd März/dpa
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Dresden

Erster Schnee und Minusgrade: Sachsens Skigebiete rüsten sich für die Saison. Die Schneekanonen sind nach den ersten Schneefällen mancherorts im Einsatz, um die Pisten für die Wintersportler vorzubereiten. Der Start in die Skisaison ist je nach Gebiet unterschiedlich: Zwischen Ende November und Mitte Dezember geht es los.

Der Gipfel des 1215 Meter hohen Fichtelberges in Oberwiesenthal hat sich schon in eine Winterlandschaft verwandelt - es liegen mehrere Zentimeter Neuschnee, die Bäume sind mit Eis bedeckt. Dennoch müssen sich Rodelfans und Skifahrer ein wenig gedulden. „Die Pisten und Abfahrten sind noch gesperrt“, sagte der Geschäftsführer der Schwebebahn, René Lötzsch.

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Zwar stehen die Schneekanonen bereit - rund 100 Lanzen und 18 Niederdruckmaschinen. „Aber wir brauchen erst eine Kälteperiode von fünf bis sechs Tagen, bevor wir loslegen können“, so Lötzsch. In dieser Zeit muss eine Temperatur von mindestens minus 4 Grad herrschen, damit der Kunstschnee auch liegen bleibt. „Es wäre schade, wenn sonst alles wieder taut“.

Zwei Großprojekte sind zudem auf dem Fichtelberg geplant: Künftig soll es einen neuen Sechser-Sessellift an der Himmelsleiter sowie einen Achter-Sessellift am Haupthang geben. Noch liegen die Anträge bei den Behörden zur Prüfung. Lötzsch hofft, dass es so schnell wie möglich losgehen kann und die neuen Lifte die alten Schlepplifte ersetzen.

In der Skiarena Eibenstock (Erzgebirgskreis) wird es zur neuen Saison ebenfalls Änderungen geben. Neben einem neuen Skiverleih und Skidepot gibt es für kleine Wintersportler ein neues 2000 Quadratmeter großes Kinderskigebiet. Um ordentlich Schnee auf die Piste zu bekommen, gab es sogar zwei neue Schneekanonen. Die waren am Wochenende schon im Einsatz, um eine Grundlage für die kommende Saison zu schaffen. Los geht es laut Michael Uhlmann, Geschäftsführer der Skiarena, voraussichtlich nächste Woche. „Wenn es dann richtig kalt wird“, sagte er.

In Schöneck (Vogtlandkreis) beginnt die Skisaison laut Michael Hecht, Geschäftsführer des örtlichen Tourismusverbandes, Mitte Dezember. Die Schneekanonen seien bereits aufgebaut und der Pistenbully stehe auch schon bereit. In Klingenthal (Vogtlandkreis) könnte es laut Anne-Kathrin Zengler von der örtlichen Tourismus-Informationen schon Ende November losgehen.

Eine Schneekanone steht auf dem Raupennesthang, Quelle: Sebastian Kahnert/dpa-

Schon seit Montagabend laufen in Altenberg (Erzgebirge) die Schneekanonen, eine Mischung aus Natur- und Kunstschnee liegt auf der Piste. Am Samstag und Sonntag öffnet das erste Mal in diesem Jahr der kleine Skihang - vorerst jedoch nur zum Rodeln.

70 Kilometer Loipe gibt es insgesamt in und um Altenberg, zwei Kilometer wurden für die neue Saison völlig neu angelegt. „Schon im Sommer fangen wir mit den Vorbereitungen an“, sagte Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler). Die Stadt hat 100 neue Parkplätze am Skiareal geschaffen, die Betreiberfirma der Lifte rund 130 000 Euro investiert - unter anderem in neue Beschneiungstechnik. Zudem gibt es in diesem Winter eine die Abfahrtstrecke „Raupennest“. „Wir haben damit mehr Abwechslung für den Alpinsport“, so Kirsten.

In den vergangenen Tagen fielen in Sachsen vor allem oberhalb von 600 Metern weiße Flocken - besonders im Westerzgebirge. Zum Schlittenfahren reicht das noch nicht ganz aus. „Vielleicht am Anfang, aber der Schnee wird wahrscheinlich nicht genug sein, um rodeln zu können“, sagte Marco Manitta, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. Die Aussicht auf noch mehr Neuschnee in den nächsten Tagen steht allerdings schlecht. Bei Temperaturen um die fünf Grad tagsüber wird es vorerst nicht mehr schneien.

dpa/Sven Braun