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Mitteldeutschland Sachsens Ministerpräsident Kretschmer: „Kein guter Tag für Thüringen“
Region Mitteldeutschland Sachsens Ministerpräsident Kretschmer: „Kein guter Tag für Thüringen“
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19:31 05.02.2020
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat mit Entsetzen auf das Wahlergebnis in Thüringen reagiert. Quelle: Ronald Bonss/dpa
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Dresden

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat mit Entsetzen auf das Ergebnis der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen reagiert und dabei auch Parteikollegen im Nachbarland hart ins Gericht. „Das ist kein guter Tag für Thüringen“, sagte Kretschmer dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. „Diese Wahl spaltet das Land weiter.“ Ohne parlamentarische Mehrheit könne der neue Ministerpräsident keine verantwortliche Regierungsarbeit leisten.

„Eigensinn und Unvernunft auf allen Seiten haben zu diesem Ergebnis geführt“, sagte Kretschmer auch in Richtung des Thüringer CDU-Vorsitzenden Mike Mohring. „Die CDU in Thüringen hat nicht akzeptiert, dass sie die Wahl verloren hat und es keine Zusammenarbeit mit der AfD geben kann. Genauso falsch war es, dass sich Bodo Ramelow mit Unterstützung von SPD und Grüne ohne parlamentarische Mehrheit zur Wahl gestellt hat.“

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Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war am Mittwoch überraschend mit Stimmen von AfD und CDU zum neuen Miniterspräsidenten von Thüringen gewählt worden. Er erhielt genau eine Stimmer mehr als der bisherige Amtsinhaber Bodo Ramelow (Linke), der mit einer Koalition aus Linken, Grünen und SPD eine Minderheitsregierung bilden wollte.

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Kemmerich kündigte in einer ersten Stellungnahme an, mit CDU, Grünen und SPD eine Regierung im Freistaat bilden zu wollen. Von Grünen und SPD erhielt er dazu aber bereits Absagen.

Von LVZ

05.02.2020
05.02.2020
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