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Mitteldeutschland Sachsens CDU-Fraktionschef Kupfer tritt zurück
Region Mitteldeutschland Sachsens CDU-Fraktionschef Kupfer tritt zurück
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12:31 13.09.2018
Frank Kupfer (CDU). Quelle: dpa
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Dresden

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag, Frank Kupfer, ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Er leide seit langem an wiedekehrenden Depressionen und sei in ärztlicher Behandlung, sagte Kupfer am Donnerstag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Dresden. Zuvor hatte er die Fraktion in interner Runde über den Schritt informiert.

„Ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich so nicht weitermachen kann. Eine sich lang abzeichnende Entscheidung ist gefallen. Es ist keine leichte Entscheidung. Ich habe sie getroffen, auch auf ausdrückliches Anraten meiner behandelnden Ärztin“, erklärte der 56-Jährige.

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„Äußerst belastendes Auf und Ab“

Kupfer konnte bereits Ende vergangenen Jahres für längere Zeit aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten. Seit 21. August war er erneut krankgeschrieben. Er leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gab der gebürtige Torgauer nun bekannt. „Der Verlauf der Krankheit ist ein sehr kräftezehrendes, psychisch äußerst belastendes Auf und Ab“, schilderte er.

Nach eigenen Angaben unterzog sich Kupfer mehreren stationären und ambulanten Therapien. „Es gab Phasen von mittlerer und schwerer Depression. Mein psychisches Befinden hat sich in den letzten Monaten leider nicht grundlegend bessern lassen“, so der CDU-Politiker.

Mackenroth soll Nachfolger werden

Als Nachfolger schlugen Kupfer und Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) den 68-jährigen Geert Mackenroth vor. Der frühere Justizminister Mackenroth ist seit 2014 sächsischer Ausländerbeauftragter. Der Fraktionschef soll am 25. September neu gewählt werden.

Kupfer hatte seit September 2014 die CDU-Fraktion im sächsischen Landtag geführt. Davor war er von 2008 bis 2014 Umwelt- und Landwirtschaftsminister in Sachsen. Sein Mandat als Abgeordneter im Wahlkreis Torgau-Oschatz will Kupfer bis zum Ende der Legislaturperiode im kommenden Jahr behalten. Bei der Wahl im September 2019 werde er aber nicht noch einmal für den Landtag kandidieren.

Von nöß/dpa/LVZ