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Mitteldeutschland Sachsens Bauernverband: Harter Winter ideal für Getreide
Region Mitteldeutschland Sachsens Bauernverband: Harter Winter ideal für Getreide
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11:27 20.01.2017
Ein Landwirt bringt am 08.11.2016 Gülle auf einem verschneiten Feld bei Seiffen im Erzgebirge aus. (Archivbild)
Ein Landwirt bringt am 08.11.2016 Gülle auf einem verschneiten Feld bei Seiffen im Erzgebirge aus. Kälte und Schnee stimmen den Bauernverband positiv. (Archivbild) Quelle: dpa
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Dresden

Das derzeitige Wetter mit viel Schnee und Kälte stimmt Sachsens Bauern optimistisch. "Es hat alle Zutaten, damit die Saat im Frühjahr gut aufgehen kann", sagte Andreas Jahnel, Referent für Acker- und Pflanzenbau beim Sächsischen Landesbauernverband in Dresden. Ideal wäre, wenn es noch zwei bis drei Wochen so bliebe, dann könne das Frühjahr kommen.

"Einerseits schützt die dicke Schneedecke das Getreide vor Frost", sagte Jahnel. Andererseits stimuliere der Kältereiz die Saat und sorge gleichzeitig dafür, dass sich Schädlinge nicht weiter ausbreiten. So werde die derzeitige Mäusepopulation nicht wachsen und auch Krankheitserreger können sich weniger vermehren.

Zwar sei die Aussaat des Wintergetreides wegen nasser Böden nicht immer optimal verlaufen, sagte Jahnel. Auch das milde Wetter bis Jahresende sei nicht gut für die Kulturen gewesen. Doch nun seien die Bauern zufrieden. "Das Wetter ist gut für alle Getreidearten." Für die Tiere habe es dagegen kaum Bedeutung, da die meisten in den Ställen stehen und auch dort gefüttert werden.

Zu den wichtigsten Getreidearten in Sachsen gehört laut Statistischem Landesamt in Kamenz der Winterweizen, der im vergangenen Jahr auf 193.000 Hektar wuchs. Zweithäufigste Sorte ist der Winterraps, der auf 129.500 Hektar angebaut wurde. Auf 95.700 Hektar brachten die Bauern Körner- und Silomais aus.

LVZ