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Mitteldeutschland Sachsens Gesundheitsministerin respektiert Organspende-Entscheidung
Region Mitteldeutschland Sachsens Gesundheitsministerin respektiert Organspende-Entscheidung
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16:54 16.01.2020
Für die Organspende gelten neue Regeln (Symbolbild). Quelle: epd
Berlin/Dresden

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hätte eine Entscheidung für eine Widerspruchsregelung bei der Organspende befürwortet. Sie respektiere das Votum des Bundestags für die Zustimmungslösung aber, teilte sie am Donnerstag mit. Diese wurde vom Bundestag am Donnerstag beschlossen. Es herrsche eine Diskrepanz zwischen der weit verbreiteten Befürwortung der Organspende und der geringen Bereitschaft, ein Organ oder ein Gewebe zu spenden, so die Ministerin. Sie forderte daher dazu auf, sich intensiv mit dem Thema Organspende zu befassen.

Petra Köpping, SPD. Foto: Peter Endig/zb/dpa

CDU-Bundestagsabgeordneter Alexander Krauß bedauert die Entscheidung gegen die Widerspruchsregelung. „An der Situation, dass jährlich 1000 Menschen in unserem Land sterben, weil sie kein Spenderorgan bekommen, wird sich leider nichts ändern“, teilte der Abgeordnete am Donnerstag mit.

Alexander Krauß, CDU. Foto: PR

Er befürwortete die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorgeschlagene Widerspruchslösung – diese wurde vom Bundestag am Donnerstag abgelehnt. Das nun angestrebte Organspenderegister wertete Krauß aber positiv. Dadurch müsse künftig nicht mehr nachgeforscht werden, ob ein Organspendeausweis ausgefüllt wurde.

Krauß' sächsischer FDP-Kollege im Bundestag, Jürgen Martens, lehnte die Widerspruchslösung hingegen ab. „Wer über sich selbst bestimmen und ein derart elementares Thema nicht dem Staat zur Entscheidung überlassen will, der sollte von seinem Recht auch Gebrauch machen, sich informieren und sich erklären“, teilte Martens am Donnerstag mit. Er begrüßte die Entscheidung.

Jürgen Martens, FDP. Foto: Archiv/Steffen Proessdorf

Auch der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) begrüßte die Entscheidung des Bundestags. „Eine Organspende bleibt ein selbstbestimmtes Überlassen eines Teiles meines Körpers, der keinem anderen Menschen, keiner Klinik, keiner Organisation und keinem Staat gehört“, erklärte Kramer am Donnerstag in Erfurt, wie die EKM mitteilte. Zur EKM gehören 37 Kirchenkreise in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Der Bundestag hatte zuvor eine moderate Reform der Organspenderegeln in Deutschland beschlossen. Die Bürger sollen künftig mindestens alle zehn Jahre beim Ausweisabholen auf das Thema angesprochen werden.

dpa

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