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Mitteldeutschland Sachsen soll neues Forschungszentrum bekommen
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Sachsen soll neues Forschungszentrum bekommen

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19:51 09.06.2021
Das Bundesforschungsministerium setzt bei dem Projekt auf „neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen“. (Symbolbild)
Das Bundesforschungsministerium setzt bei dem Projekt auf „neue Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen“. (Symbolbild) Quelle: imago / Westend61
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Dresden/Magdeburg

Ein Teil des neuen länderübergreifenden Großforschungszentrums soll im Mitteldeutschen Braunkohlerevier in Sachsen-Anhalt entstehen. Für den anderen Standort des Forschungszentrums ist Sachsen vorgesehen. Bund und Länder haben die Ansiedlung am Mittwoch beschlossen, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. „Es ist wichtig, dass wir das Mitteldeutsche Revier als einen gemeinsamen Wirtschaft- und Innovationsstandort entwickeln - Landesgrenzen dürfen dabei keine Rolle spielen“, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

Arbeitsplätze als „wichtigstes Ziel“

Dadurch sollen zahlreiche neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Aus Sicht von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) ist der Beschluss für die Braunkohleregion von großer Tragweite. „Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen sind unser wichtigstes Ziel. Deshalb wollen wir den Strukturwandel gestalten, um langfristige wirtschaftliche Perspektiven in den Braunkohleländern zu eröffnen“, sagte sie.

Für die geplanten zwei Forschungszentren stellt der Bund im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen insgesamt 1,2 Milliarden Euro bis 2038 zur Verfügung, davon 380 Millionen Euro für den Standort in Sachsen-Anhalt und mehr als 885 Millionen Euro für Sachsen. Bei der Umsetzung des Forschungszentrums werden die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung eng zusammenarbeiten.

Wettbewerb um die inhaltliche Ausrichtung

Die beiden Großforschungseinrichtungen seien ein zentrales Element der Strukturentwicklung in den beiden ostdeutschen Braunkohle-Regionen, hieß es aus Sachsens Staatskanzlei. Sie machten die beiden Reviere zu Forschungsregionen von „internationalem Rang“ und stärke die Wettbewerbsfähigkeit der Lausitz und des Mitteldeutschen Reviers entscheidend.

Aktuell läuft für die inhaltliche Ausrichtung und den Aufbau des Forschungszentrums ein international ausgeschriebener Wettbewerb. Damit soll auch die Entscheidung über den Standort fallen.



Von RND/dpa