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Mitteldeutschland Sachsen rüstet sich für Schweinepest mit Großübung – Krisenstab in Dresden
Region Mitteldeutschland Sachsen rüstet sich für Schweinepest mit Großübung – Krisenstab in Dresden
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08:15 02.12.2019
Deutschland blieb von der Schweinepest bisher verschont - doch Fälle in Polen nahe der Grenze zu Brandenburg verstärken die Sorge vor einer Einschleppung. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
Dresden

Sachsen rüstet sich für den möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) mit einer großangelegten Tierseuchenübung. „Wir spielen das gesamte Szenario durch, so als würde es einen Fall geben“, sagte eine Sprecherin des Verbraucherschutzministeriums. Von Montag bis Donnerstag proben Behörden, Kommunen, Jäger und Landwirte an verschiedenen Orten im Freistaat den Ernstfall. Bereits seit dem Frühjahr wird die Großübung akribisch vorbereitet. Weil das Virus immer näher rückt, ist die Tierseuchenübung aber aktueller denn je.

Den Auftakt macht am Montag die Landesdirektion Dresden mit der Einrichtung eines Krisenstabes und der Aktivierung des Landestierseuchenbekämpfungszentrums. Dieses koordiniert im Fall eines Ausbruchs sämtliche Maßnahmen. Am Tag darauf wird im Thümmlitzwald (Landkreis Leipzig) das Suchen von Wildschweinkadavern geübt - dafür kommen auch Drohnen und Wärmebildkameras zum Einsatz. In Schirgiswalde-Kirschau‎ geht es um das Aufstellen von Wildabwehrzäunen, die bei der Einrichtung von Sperrbezirken eine Rolle spielen. Am Tag darauf wird in einem Landwirtschaftsbetrieb in Langebrück die Tötung eines Bestandes von Hausschweinen simuliert.

Lesen Sie auch: Wie gefährlich ist die Afrikanische Schweinepest?

„Durch den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Polen, rund 70 Kilometer vor der ‎deutschen Grenze, wird einmal mehr deutlich, wie real die Gefahr der Afrikanischen ‎Schweinepest ist“, sagte Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch (CDU). Es sei wichtig, eine Einschleppung nach ‎Sachsen zu verhindern und die Abwehr- und Reaktionsmaßnahmen ‎vorzubereiten‎, hieß es.

Deutschland blieb von der Seuche bisher verschont - doch Fälle in Polen nahe der Grenze zu Brandenburg verstärken die Sorge vor einer Einschleppung derzeit. Das Virus wurde seit Mitte November bei rund zwei Dutzend toten Wildschweinen in Polen nahe der deutschen Grenze nachgewiesen. Für Menschen ist ASP ungefährlich.

Von RND/dpa

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