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Mitteldeutschland Sachsen richtet Sperrzone gegen Ausbreitung der Schweinepest ein
Region Mitteldeutschland

Sachsen richtet Sperrzone gegen Ausbreitung der Schweinepest ein

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21:54 03.11.2020
Archivbild Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
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Dresden

Nach einem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Sachsen ist eine Sperrzone festgelegt worden. In der Zone gelte ein Jagdverbot für alle Tierarten, teilte das Sozialministerium am Dienstagabend mit. In der Region um die Abschussstelle eines infizierten Wildschweins im Landkreis Görlitz soll nun verstärkt nach sogenanntem Fallwild gesucht werden. Damit wolle man sich einen Überblick verschaffen, wie stark sich die Schweinepest bereits ausgebreitet hat.

Es gilt eine Anzeigepflicht für verendet gefundene Wildschweine, heißt es vom Ministerium. Hunde müssten in der Sperrzone an der Leine geführt werden, Schweine dürften nicht an die frische Luft. „Alle Maßnahmen haben das Ziel, die Ausbreitung der Tierseuche weiter hinein nach Sachsen zu verhindern“, sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) laut Mitteilung.

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Bayern reagiert auf Fall in Sachsen

Nach dem Schweinepest-Fall in Sachsen errichtet Bayern Zäune von mehreren Hundert Kilometern Länge an den Autobahnen. Um die Ausbreitung einzudämmen, würden insgesamt etwa 500 Kilometer feste Wildschutzzäune entlang der Autobahnen im Grenzgebiet zu Sachsen, Thüringen und der Tschechischen Republik aufgestellt, sagte Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Dienstag laut Mitteilung. Dem Land Sachsen will Bayern zudem 25 Kilometer mobile Zäune zur Verfügung stellen. „Wir nehmen die aktuelle Situation sehr ernst“, betonte Glauber. Die Baumaßnahmen der Zäune an Bayerns Autobahnen seien fast abgeschlossen und man prüfe weitere Präventionsmöglichkeiten.

Erster Fall von Afrikanischer Schweinepest in Sachsen

Nach Brandenburg ist am Wochenende in Sachsen als zweitem Bundesland ein Fall der für den Menschen ungefährlichen Tierseuche nachgewiesen worden. Bei einem in der Gemeinde Krauschwitz südlich von Bad Muskau (Landkreis Görlitz) geschossenen Wildschwein war der Verdacht auf Schweinepest vom Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt worden.

Die für Menschen ungefährliche Tierseuche führt bei Wild- und Hausschweinen häufig nach kurzer Krankheit zum Tod. Es gibt keine Impfstoffe dagegen.

Von dpa/joka