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Mitteldeutschland Sachsen plant schnelle Eingreiftruppe für Integrationsprobleme
Region Mitteldeutschland Sachsen plant schnelle Eingreiftruppe für Integrationsprobleme
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15:48 20.03.2018
Eine "schnelle Eingreiftruppe" soll sächsische Kommunen künftig bei Problemen mit der Integration von Flüchtlingen beraten, so Integrationsministerin Petra Köpping (SPD). Quelle: dpa
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Dresden

Sachsen will bei Konflikten mit Flüchtlingen fortan eine Art schnelle Eingreiftruppe an Brennpunkte schicken. Sie soll aus drei bis fünf Fachleuten bestehen und Kommunen beim Krisenmanagement beraten, kündigte Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden an. Mitunter bekomme sie in solchen Fällen Anfragen von ratlosen Bürgermeistern, die beispielsweise auf die Schnelle drei Sozialarbeiter benötigen. Deshalb brauche man mehr Flexibilität. Es gebe viele Vereine und Träger, mit deren Hilfe man eine solche Aufgabe erledigen könne. Eine genaue Bezeichnung für das Expertenteam gebe es noch nicht.  

Köpping zog ein Fazit zu den bisherigen Anstrengungen Sachsens bei der Eingliederung von Flüchtlingen. Dabei warb sie um Geduld: „Es gibt einen individuellen Beginn von Integration, aber kein Ende.“ Es lasse sich nicht sagen, ob mit Blick auf den Erfolg von Integration das Glas nun halb voll oder halb leer sei. In einer ersten Phase sei es darum gegangen, die Strukturen für diese Aufgabe zu schaffen. Bei der Umsetzung sei man nun auf die Mitwirkung aller Seiten angewiesen, sagte Köpping auch mit Blick auf Vorbehalte in der deutschen Bevölkerung.

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Nach den Worten der Ministerin will Sachsen die Integration mit einem wissenschaftlich fundierten Monitoring begleiten. Derzeit gebe es in der Forschung noch kein Instrument, das in der Lage wäre, die verschiedenen Dimensionen von Integration für alle Gruppen von Migranten abzubilden: „Parallel dazu läuft die Evaluation unserer Förderrichtlinien sowie die wissenschaftliche Begleitung von Projekten.“ Damit wolle man überprüfen, welche Maßnahmen besonders gute Effekte erzielen und wo man nachsteuern müsse.

Daten und Fakten dazu sind in einem Kennzahlenbericht enthalten, den Köpping vorstellte. Demnach sind von 195 227 Ausländern in Sachsen 24 872 anerkannte Asylbewerber (13 Prozent). Binnen drei Jahren hat sich die Zahl ausländischer Schüler in Vorbereitungsklassen von 2655 auf 8175 mehr als verdreifacht. Bis Jahresende 2017 war in Sachsen etwa jeder zehnte Arbeitslose ein Ausländer. Etwa zehn Prozent der arbeitslosen Flüchtlinge konnten 2017 in einen Job vermittelt werden.

dpa