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Mitteldeutschland Sachsen gegen Abschlussbericht der Endlager-Kommission
Region Mitteldeutschland Sachsen gegen Abschlussbericht der Endlager-Kommission
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10:58 01.07.2016
Sachsen stellt sich in einem Sondervotum gegen den Abschlussbericht der Endlager-Kommission. Quelle: dpa
Dresden

Sachsen stellt sich in einem Sondervotum gegen den Abschlussbericht der Endlager-Kommission. In einem Schreiben an die Kommission, aus dem die in Dresden erscheinende „Sächsische Zeitung“ (Freitag) zitiert, bemängelt der sächsische Umweltminister Thomas Schmidt (CDU), dass an das mögliche Wirtsgestein Granit schwächere Kriterien angelegt würden als an andere Gesteinsarten.
Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne) kritisierte das sächsische Sondervotum. Die Kommission trage mit ihrem am Dienstag beschlossenen Bericht dazu bei, dass ein Streit befriedet werde, der die Republik jahrzehntelang gespalten habe. „Das dürfen wir nicht durch Sonderwege der einzelnen Bundesländer gefährden“, sagte Habeck der „Sächsischen Zeitung““.

Schmidt kritisiert, dass nach den Kriterien der Kommission eine Granitformation weniger dick sein müsse als eine aus Salz- oder Tongestein, um für ein atomares Endlager infrage zu kommen. Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen müssten aber „ohne Abstriche für alle potenziellen Wirtsgesteine gleichermaßen gelten“, schreibt der sächsische Minister in seinem Votum, das der Zeitung vorliegt. Zudem sei es bei einem Lager in Granit – anders als bei Ton oder Salz – nötig, „technische oder geotechnische Barrieren“ gegen das Heraussickern radioaktiver Teilchen zu schaffen. Natürliche geologische Barrieren seien aber „vertrauenswürdiger“ als technische.
In Sachsen gibt es Granitformationen in der Sächsischen Schweiz und im Erzgebirge, die nach den Kriterien der Kommission für eine Standortsuche möglicherweise infrage kämen.

dpa

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