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Mitteldeutschland Sachsen bleibt bei Impfung von über 60-Jährigen Schlusslicht – und appelliert an die Senioren
Region Mitteldeutschland

Sachsen bleibt bei Impfung von über 60-Jährigen Schlusslicht – und appelliert an die Senioren

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13:31 10.08.2021
Sachsen ist bei der Impfung von über 60-Jährigen Schlusslicht.
Sachsen ist bei der Impfung von über 60-Jährigen Schlusslicht. Quelle: Sebastian Stoll/epd
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Dresden

Das Gesundheitsministerium hat an Sachsens Senioren appelliert, sich impfen lassen. „Ältere Menschen gehören zur besonders vulnerablen Gruppe. Ihr Risiko für schwere Krankheitsverläufe ist verhältnismäßig hoch“, erklärte Gesundheitsstaatssekretärin Dagmar Neukirch (SPD) am Dienstag.

Mit Blick auf steigende Infektionszahlen sollten Ältere unbedingt geschützt sein. Zwar seien bereits knapp 73 Prozent der über 60-Jährigen vollständig geimpft. Dennoch gebe es auch bei dieser Gruppe Nachholbedarf. Eine Impfung sei mittlerweile unkompliziert und ohne Barrieren zu bekommen - auch ohne Terminbuchung, betonte Neukirch. Eine Fahrt ins Impfzentrum sei nicht nötig, auch Haus- und Fachärzte böten Impfungen an. „Darüber hinaus haben wir viele Impf-Angebote in den Gemeinden.“

72,9 Prozent vollständig geimpft

In Sachsen leben den Angaben zufolge mehr als eine Million über 60-Jährige. Laut Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) sind 72,9 Prozent dieser Altersgruppe komplett gegen das Coronavirus geimpft. Damit liegt die Impfquote zwar höher als im sachsenweiten Durchschnitt (48,9 Prozent), aber im bundesweiten Vergleich ist Sachsen auch in dieser Altersgruppe Schlusslicht. Deutschlandweit liegt die Impfquote bei den über 60-Jährigen bei 81,2 Prozent.

Wegen derzeit geringerer Nachfrage nach Corona-Impfungen gibt Sachsen zudem 151 200 Impfdosen an den Bund zurück. Dabei handelt es sich um Astrazeneca-Impfstoff, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Danach schicken die Länder insgesamt etwa 2,7 Millionen Impfdosen zurück, darunter auch Impfstoff von Johnson & Johnson.

Von RND/dpa