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Mitteldeutschland Sachsen: Heupreis explodiert nach heißem Sommer
Region Mitteldeutschland Sachsen: Heupreis explodiert nach heißem Sommer
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13:42 29.12.2018
Nach dem heißen und trockenen Sommer, steigen die Preise für Futtermittel für Tiere an. Quelle: Hanna Gerwig
Dresden

Es war kein leichtes Jahr für die Landwirtschaft. Der heiße Sommer und der allgemein geringe Niederschlag haben dafür gesorgt, dass Produktionskosten gestiegen und Erträge gesunken sind. Die Folgen sind besonders für Betriebe mit Tierbestand schwierig zu tragen – denn sie sind häufig auf Stroh und Heu als Futtermittel angewiesen. Und das ist zur Zeit teuer. So sind im Vergleich zum Vorjahr die Heupreise bundesweit um fast die Hälfte gestiegen. Eine Entspannung ist dabei nicht in Sicht. Laut „agrarheute“ ist der Preis für einen Großballen Heu allein von November bis Dezember in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen um 20 Euro auf nun 150 Euro geklettert.

„Futter wird händeringend gesucht“

„Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange“, sagt Andreas Jahnel. Er ist Referatsleiter für Acker- und Pflanzenbau beim Sächsischen Landesbauernverband und beobachtet auch nach den heißen Monaten die Wetterlage mit Sorge. So hätten Teile des Landes Sachsens nur 20 Prozent des üblichen Regenfalls abbekommen – andernorts in der Region seien es immerhin 50 Prozent gewesen. Dementsprechend sei auch die Ernte ausgefallen. Laut Jahnel gab es einen „normalen Aufwuchs“ im Frühling. Die darauffolgenden Schnitte seien zu zwei Dritteln ausgefallen. „Futter wird jetzt überall händeringend gesucht“, sagt Jahnel. Und, wie das so sei, wenn ein Gut nur begrenzt zur Verfügung stehe, seien die Preise in die Höhe geschossen. „Wenn das so weitergeht, stehen gerade kleine Betriebe bald vor der Entscheidung, ob sie mit der Haltung so weitermachen können oder Tiere verkaufen müssen“, vermutet er.

So weit ist es bei Norbert Alt noch nicht, auch wenn er direkt von den gestiegenen Stroh- und Heupreisen betroffen ist. Die Alpakas, die er in Grimma bei Leipzig züchtet, vertragen in größeren Mengen nur trockenes Futter. Sogar im Sommer muss er sie zusätzlich mit Heu versorgen. „Vom Futter her ist das Jahr eine Katastrophe gewesen“, sagt Alt. Er habe noch eine Quelle, über die er Stroh zum normalen Preis erwerben könne. Zusätzlich schaue er nach Angeboten im Internet. „Wenn da mal was Vernünftiges ist, dann ist es auch ruckzuck weg“, sagt der Betreiber der „Muldental-Alpaka“-Zucht. Aber es nütze ja alles nichts – das Wohl der Tiere gehe vor, deshalb trage er die hohen Preise eben mit. Und hofft auf eine Entspannung im nächsten Jahr.

Zoos in der Region kaufen langfristig ein

Glück haben dagegen jene Betriebe, die ihren Bedarf an Heu und Stroh bereits mit zeitlichem Vorlauf zu Festpreisen vorbestellt haben. Dieses Vorgehen schützt auch die Zoos in der Region vor finanziellen Schwierigkeiten. So gibt der Zoo Leipzig etwa an, „aufgrund von langfristigen Verträgen mit regionalen Partnern keine Kostensteigerung verzeichnet“ zu haben. Die Zoos in Dresden und Halle profitieren von ähnlichen Vereinbarungen.

Wie es weitergeht, kommt laut Jahnel stark auf die Wetterentwicklung im ersten Quartal 2019 an. „Wenn es bis Februar und März weiterhin so trocken bleibt, dann wird die Lage richtig prekär“, prophezeit er. Selbst wenn es zwischendurch heftig regnen sollte, herrsche noch immer ein gewaltiges Defizit. „Das Wasser muss erst mal durch die verhärteten Bodenschichten“, sagt er. Was der Boden benötige, sei ein für die Jahreszeit normaler Niederschlag – dann gäbe es eine Chance auf eine reguläre Ernte und Preisbildung im nächsten Jahr.

Wenn es bis Februar und März weiterhin so trocken bleibt, dann wird die Lage richtig prekär.

Hanna Gerwig

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