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Mitteldeutschland Sachse soll Busfahrer in Bayern mit Messer getötet haben
Region Mitteldeutschland

Sachse soll Busfahrer im bayrischen Hof mit Messer getötet haben

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11:25 06.07.2021
Im bayrischen Hof ist es zu einer Messerstecherei gekommen.
Im bayrischen Hof ist es zu einer Messerstecherei gekommen. Quelle: Ralph Peters/ imago images
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Hof

Ein 43 Jahre alter Mann aus Sachsen soll am frühen Dienstagmorgen im bayerischen Hof einen 63-jährigen Busfahrer getötet haben. Ihm wird vorgeworfen, während einer Auseinandersetzung mit einem Mitglied einer polnischen Reisegruppe ein Messer gezückt und einen Fahrgast leicht verletzt haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Als der Busfahrer dazwischen gegangen sei, habe ihm der Tatverdächtige mit dem Messer tödliche Verletzungen zugefügt.

Streit am Bahnhof entfacht

Der Beschuldigte werde derzeit vernommen, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann komme aus dem Vogtlandkreis, wie ein Polizeisprecher auf LVZ-Anfrage mitteilte. Nähere Angaben machte die Polizei nicht. Im Laufe des Tages sollte der 43-Jährige voraussichtlich vor einen Haftrichter kommen. Die Kriminalpolizei befragte außerdem mit Hilfe von Dolmetschern einige der Fahrgäste, die Zeugen des Angriffs geworden waren.

Zu dem Streit war es nach Angaben der Ermittler gekommen, als die polnische Reisegruppe mit den zwei Bussen am Bahnhof in Hof eine Pause gemacht hatte. Einige der Fahrgäste rauchten auf dem Gehsteig neben den Bussen. Dabei seien mehrere Fahrgäste mit dem 43-Jährigen in Streit geraten, der sich in der Nähe aufhielt.

Mutmaßlicher Täter versuchte zu flüchten

Nach dem Messerangriff floh er zu Fuß. Eine Streife konnte ihn aber noch in der Nähe des Tatorts fassen. Die Reisenden setzten direkt nach der Attacke einen Notruf ab und leisteten Erste Hilfe. Ein Notarzt konnte dem 63-Jährigen aber nicht mehr helfen. Er starb noch am Tatort. Die Hintergründe des Streits waren zunächst unklar.

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab. Spezialisten der Kriminalpolizei sicherten Spuren. Ein Bus konnte nach Angaben der Polizei seine Reise bereits fortsetzen. Wann der andere weiterfahren kann, war zunächst unklar.

Von RND/dpa/nöß