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Mitteldeutschland SPD-Landesliste für Wahl 2019: Dulig und Köpping ganz vorn
Region Mitteldeutschland SPD-Landesliste für Wahl 2019: Dulig und Köpping ganz vorn
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16:45 31.01.2019
Am Sonnabend wird in Frankenberg über die Landesliste entschieden. Quelle: dpa
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Dresden

Das Geheimnis ist gelüftet: Frank Richter soll auf Platz 7 der SPD-Liste zur Landtagswahl am 1. September 2019 ins Rennen gehen. Der Theologe und frühere Chef der Landeszentrale für politische Bildung war ein Vierteljahrhundert CDU-Mitglied – und tritt nun als Parteiloser für die Sozialdemokraten an. Außerdem drängen Gewerkschafter auf der Liste weiter nach vorn, so dass es auch hier zu einem Wettstreit um aussichtsreiche Platzierungen kommen kann.

Der SPD-Landesvorsitzende und Vize-Ministerpräsident Martin Dulig hatte Richter einen aussichtsreichen Listenplatz zugesagt, für die Kandidatur musste die Partei extra ihre Satzung ändern. Dulig verspricht sich von der Öffnung, dass die SPD neue Wählerschichten erschließen kann.

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Innerhalb der Partei gibt es allerdings auch Kritik an Richters Nominierung, weshalb eine Kampfkandidatur beim Parteitag am Sonnabend im mittelsächsischen Frankenberg nicht ausgeschlossen ist.

Auf den weiteren Plätzen gibt es laut des Dulig-Vorschlags keine größeren Überraschungen. Hinter dem Parteichef, der erneut als Nummer 1 antreten wird, soll Gleichstellungsministerin Petra Köpping antreten und eine Schlüsselrolle im Wahlkampf spielen, sozusagen als verkappte Doppelspitze. Dahinter folgen Fraktionschef Dirk Panter, Landesvize Hanka Kliese und Generalsekretär Henning Homann.

Die Dresdner Juso-Vorsitzende Sophie Koch wird für Platz 15 antreten, der laut den aktuellen Umfragewerten als relativ sicher für ein Landtagsmandat gilt – auch das hatte Dulig im Zuge der Neuaufstellung der Fraktion bereits angekündigt. Koch wird die ausscheidende Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange ersetzen und auch deren Dresdner Wahlkreis übernehmen.

Aktuell verfügt die SPD über 18 Sitze im sächsischen Landtag. Bei der Landtagswahl vor fünf Jahren war die Partei auf 12,4 Prozent gekommen.

Von Andreas Debski