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Mitteldeutschland Radsportgruppe Roter Stern radelt 210 Kilometer gegen Rassismus
Region Mitteldeutschland Radsportgruppe Roter Stern radelt 210 Kilometer gegen Rassismus
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16:05 14.04.2019
Christoph Widder (r.) von der Radsportgruppe des Vereins Roter Stern aus Leipzig und Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) legen am Gedenkstein zur Erinnerung an die Todesmärsche einen Kranz nieder. Quelle: Frank Schmidt
Leipzig/Wurzen

Unter dem Motto „Verantwortung erfahren“ nehmen etwa 40 Sportler der Radsportgruppe des Vereins Roter Stern Leipzig am Wochenende an einer Fahrraddemonstration teil. Unter den Teilnehmern waren auch Gäste aus Hamburg, Berlin, Göttingen, Dresden, Altenburg und Erfurt. Auf dem Weg von Leipzig nach Chemnitz haben die Sportler am Samstagvormittag in Wurzen halt gemacht – und mit der Niederlegung eines Kranzes an die Todesmärsche erinnert. Mit dabei war unter anderem Wurzens Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) als Vertreter der Stadt.

Insgesamt legte Gruppe am Samstag etwa 120 Kilometer zurück. „Wir verbinden aus der Verantwortung heraus, also von der Geschichte in die Gegenwart, die Radtour mit der Erinnerung an die Todesmärsche und an die aktuelle Entwicklung in Sachsen zum Thema Rechtsextremismus“, sagte Christoph Wittwer vom Roten Stern. "Gemeinsam mit dem Bürgermeister von Wurzen haben wir ein deutliches Zeichen gegen Rechts gesetzt." Die Gruppe wolle auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) an sein Versprechen erinnern, keine Koalition mit der AfD einzugehen.

Auch in Grimma, Colditz, Burgstädt und Borna, die Beispiele für rechtsextreme Aktivitäten und Strukturen sowie Widerstand sind, bekundete die Gruppe ihre Solidarität mit lokalen Initiativen, die sich täglich Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung stellen.

Am späten Nachmittag dann erreichte die Gruppe ihr Tagesziel Chemnitz. "Trotz widriger Wetterumstände mit Schneeregen und einem Grad Celsius ist die Tour sehr gut gelaufen. Alle sind sturz- und unfallfrei angekommen", so Wittwer. "Viele Menschen haben die Aktion begleitet und uns vom Wegesrand aus gegrüßt." Man wolle sich nun mit Chemnitzern treffen, um den Abend gemeinsam zu verbringen.

Am späten Nachmittag erreichte die Radsportgruppe ihr Tagesziel Chemnitz Quelle: privat

Am Sonntag stand dann der 90 Kilometer lange Rückweg nach Leipzig an, der um 9.45 Uhr am "Nischel" begann. Die Gruppe braucht in Summe vier Stunden, bis sie in der Messestadt ankam.

Von FS/jhz/CN/dpa

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